Sigi Bütefisch, Dipl. Grafik-Designer, Trainer und Coach.
Sein täglich Fisch: Marketing und Kommunikation für Verbände, Firmen
und Selbstständige — vom ganzheitlichen Konzept bis zur Umsetzung.
 
 

Archiv nach Themen | Strategie

Kunst der Überzeugung – Machen Sie es mit Humor

Sigi 13.11.2009 | Beifang, Strategie

Wer lacht, beißt nicht (das nutzen schon die Frühmenschen), wer lacht wird sympathisch, wer andere zum Lachen bringt macht diese glücklich…
Es gibt viele Gründe andere zum Lachen zu bringen. Der Erfolg der Videoportale ist ein Beweis dafür – und das diese Portale immer mehr für humorvolle Werbeclips genutzt werden – professionell,aber nicht weniger witzig handgestrickt semiprofessionell. Zwei schöne Videos finden Sie bei Bernd Röthlingshöfer.

Und dass Humor auch funktioniert ohne russisch zu sprechen sehen sie hier.

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Und mit Humor ist es sogar möglich, den Ärger über eine vergebliche Reklamation eines Transportschaden zur Werbung in eigener Sache zu nutzen.
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Mehr darüber bei Jörg Weisner in Job & Joy.

Erkennen braucht Zeit

Sigi 4.7.2008 | Beifang, Strategie

Man sieht oft etwas hundert Mal,
tausend Mal,
ehe man es zum allerersten Mal,
wirklich sieht.

Diese Zeilen von Christian Morgenstern haben für mich auch viel mit Veränderungsprozessen zu tun. Ansätze wie „Problem erkannt und Problem gebannt” oder „Jede Krise ist eine Chance – also schnell die Chance nutzen” lassen sich zwar gut verkaufen – verbauen aber zugleich oft nachhaltige Entwicklungschancen.

Probleme sofort als Herausforderungen umzudefinieren, ist ähnlich einen Spiegel zu verhängen, weil einem das Spiegelbild nicht gefällt. Den Blick „auf die Trümmer” aushalten zu können (u.U. tausend Mal anschauen können!) ohne zugleich in tiefste Depression zu verfallen, ist meist notwendig um eine passende Lösung zu finden. Vielleicht brauchen wir ähnlich der Slow-Food Bewegung den Mut, die „Fast-Chance Mentalität” durch neue Slow-Chance Modelle zu ersetzen. Und vermeiden damit unnötigen Stress bei Veränderungsprozessen – denn Veränderung ist anstrengend genug.

Nachtrag chaordische Organisation

Sigi 15.9.2007 | Strategie

Ein Frischfischleser hat das Buch von Dee Hock „Die chaordische Organisation” (Klett Cotta, 2002) gelesen und mir folgendes per Mail geschickt:

chaordisch ‚ka:^ordi^sch , adj., griech. dt., Chaos und Ordnung.

  1. das Verhalten eines selbst geregelten Organismus, einer Organisation oder eines Systems, das die Eigenschaften von Chaos und Ordnung harmonisch miteinander verbindet.
  2. Struktur, bei der weder Chaos noch Ordnung dominieren.
  3. Eigenschaft der grundlegenden Organisationsprinzipien von Evolution und Natur.

Danke für diesen Beitrag.

Organisationsentwicklung von Chaoten

Sigi 15.9.2007 | Strategie

Nichts kann existieren ohne Ordnung – nichts kann entstehen ohne Chaos.

Ein interessanter Gedanke von Einstein, gerade im Bezug auf Organisationsentwicklung.

Überorganisation und zu feste Strukturen ersticken Kreativität (genauso wie Arbeitsfreude und Motivation) – aber zuviel Chaos macht es unmöglich „die Früchte“ einzufahren, „Profit” zu machen und die Geschäftsentwicklung zu stabilisieren. Die praktische Frage lautet deshalb, wie schaffe ich die Balance zwischen Chaos und Struktur. Diese beiden Polaritäten sind nicht zufällig Bestandteil fast aller Schöpfungsmythen. Am Anfang die „kreative Ursuppe”, die dann aufgespaltet und geordnet wird, um Dinge daraus „feste Dinge” entstehen zu lassen. Ein Beispiel: Es braucht formbare, unstrukturierte – also noch chaotische – Masse um einen Krug zu töpfern – aber ohne Aushärtung des Tons bleibt ein Krug nutzlos. Gleichzeitig wird auch der beste Krug altern und brüchig werden. Es braucht also immer wieder neues Töpfermaterial um Nützliches, Gewinnbringendes zu schaffen.

Viele Organisationsentwickler und Sanierer kommen aus dem Umfeld des Managements. Gutes Management braucht eine hohen Kompetenz, Abläufe strukturieren zu können. Das ist für jede Organisation notwendig – vor allem, wenn das Kernproblem in zuwenig Struktur liegt. Häufig ist es aber so, dass den Organisationen das Chaos fehlt, die „kreative Ursuppe” ausgetrocknet ist oder gerade trockengelegt wird (manchmal gerade von den Sanierern). Dann fehlt der Nährboden, aus dem etwas Neues entstehen kann. Deshalb braucht es auch Menschen (externe und interne) mit schöpferischem Chaos. Gerade um Prozesse zu begleiten und Strukturen aufzubrechen und zu verjüngen.

Fazit: Chaos und Ordnung, es braucht beides. Am besten nicht nur in der großen Struktur der Organisation, sondern auch im eigenen Kopf, im System Mensch. Der Gründer von VISA, Dee Hock, hat in diesem Zusammenhang den Begriff „chaordisch” geprägt. Dazu auch ein interessantes (vier Seiten langes) Interview gegeben. In einem Magazin, welches für mich zwar einen etwas seltsamen großspurigen Titel (enlightenment) trägt, aber häufig gute Beiträge hat.

Führung in Kürze

Sigi 10.7.2007 | Strategie

Nach zwei langen Artikeln nun ein kurzer Impuls:

Führung, das ist Erläuterung der Aufgabe.

sagte Graf und Fürst Alexander Wassiljewitsch Suworow und gewann die Schlacht – glücklicherweise funktioniert das auch im friedlichen Kontext.

Also wer gut führen möchte, sollte zunächst verstanden werden. Und da sind wir wieder bei guter Kommunikation als Schlüsselqualifikation gelandet.

Silcher, ein angestaubter Chorkomponist

Sigi 6.6.2007 | Strategie

nur noch etwas für Männergesangvereine und deutschtümelnde ewig Gestrige?

Steht der alte Friedrich Silcher für Lieder, welche die Welt nicht (mehr) braucht? Steht Silcher für WWG, für Wein, Weib und Gesang? Lohnt es überhaupt, sich mit Silcher noch zu beschäftigen? Ist mit dem Thema Silcher lebendige Museumspädagogik, auch für Kinder und Jugendliche, überhaupt möglich?

Was ist Eure Meinung dazu? Interessiert Euch Silcher persönlich? Wer kennt die Musik oder hat Sie selber schon gesungen? Was müsste ein Silcher-Museum bieten, damit ein Besuch sich lohnt? Wie könnte eine Lust-machende-Museumshomepage aussehen? Oder ein You-Tube Video? Welche Möglichkeiten gibt es, Silcher mit der Weintraditionsgegend Schnait im Remstal noch mehr zu verbinden. Oder mit Tübingen, seiner beruflichen Wirkungsstätte?

Viel Fragen – und damit viel Platz und Ehr für viele Antworten und gute Ideen. Die sind uns mindestens eine Eintrittskarte, vielleicht auch ein Fläschchen wert. Denn wir und unser Auftraggeber der Schwäbische Sängerbund, profitieren von euren Kommentaren (wer marketingtechnisch Kompetenz beweisen will, nennt das heute Crowdsourcing).

Wer Lust hat, sich selbst ein Bild und Ohr zu machen, ist herzlich zu einer 1,5-stündigen Exklusiv-Führung eingeladen. Danach kann über Mittag bei kleinen Häppchen und gutem Remstaler gemeckert, diskutiert aber auch ein wenig gelobt werden. Termin: Mittwoch, 11. Juli 2007 Führungsbeginn 11.00 19.00 Uhr im Silcher-Museum in Schnait. Die Führung dauert ca. eine Stunde.

Bitte gebt mir bis spätestens zum 6.7.2007 Bescheid, ob (und mit wieviel Personen) Ihr kommt. Die ersten 20 Anmeldungen sind dabei.

Wort zum Sonntag

Sigi 20.5.2007 | Strategie

Wenn du dein Land ändern willst, musst du erst einmal dein Dorf ändern,
wenn du dein Dorf ändern willst, musst du erst einmal deine Familie ändern
und wenn du deine Familie ändern willst, musst du erst einmal dich selbst ändern.

Dieses alte chinesisches Sprichwort (gefunden bei ZeitzumLeben) leuchtet vielen ein, als guter Spruch – und doch scheint der Alltag in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft anders zu funktionieren.

Warum wohl?

Was ist eigentlich ein Qualitätsblog

Sigi 7.5.2007 | Strategie

Zunächst eine Wikipedia-Definition: „Obgleich die Bezeichnung „Qualität“ an sich keine Bewertung beinhaltet, wird der Begriff im Alltag oft wertend gebraucht … Tatsächlich hat sich der Begriff „Qualität“ im wirtschaftlichen Alltag als ein allgemeiner Wertmaßstab etabliert, der die Zweckangemessenheit eines Produkts, einer Dienstleistung oder eines Prozesses zum Ausdruck bringen soll.”

Zweckangemessenheit – ich persönlich sage dazu „Ziele”. Stimmt diese Definition, macht es Sinn zuerst über Ziele und  erst dann über Qualität reden. Sinnvoll empfinde ich es auch, zunächst über sich und erst danach über andere nachzudenken und zu reden (der berühmte Balken im eigenen Auge…). Also konkret über Frischfisch-Ziele und Frischfischqualität. Bei der Blog-Vorstellung im best-practice-blog habe ich folgende Ziele formuliert:

  1. Praxis ist besser als Theorie, deshalb blogge ich…
  2. Grundsätzlich bin ich neugierig und motiviert etwas neues anzufangen und dann durchzuziehen…
  3. Interessante Themen für Kunden und Leser anbieten, die sonst untergehen…
  4. klar Geld verdienen, meine Firma voranzubringen, dass wäre schön…
  5. Ach so, etwas Informationshygiene bedeutet für mich mein Blog auch. Nicht nur konsumieren, sondern auch etwas von-sich-geben…

Nach ca drei Monaten Bloggen, kann ich folgende Qualitäts-Zwischenstands-Noten geben:

  1. Habe einiges gelernt, erkenne aber immer deutlicher welche Defizite noch vorhanden sind. Qualitäts-Note: 3
  2. Ich bin noch gerne dabei, ohne Durchhänger. Spassfaktor und Qualitäts-Note: 2
  3. Rückmeldungen sind positiv, Menge und „Tiefe” der Kommentare wird besser. Freut mich besonders. Qualitäts-Note: 2
  4. Noch keine direkten Ergebnisse. Habe es aber auch (noch) nicht erwartet. Qualitäts-Note: 4
  5. Ist für mich hilfreich, aber investiere mehr Zeit als ursprünglich geplant. Chronos lässt grüssen. Qualitäts-Note: 3

Das war jetzt „Innensicht”, also meine Ziele im Fokus. Aber der (Frisch)Fisch sollte den Lesern schmecken – also Euch. Es geht um Eure Ziele und Euren Qualitätsanspruch. Als motivierter „Frischfischverkäufer”, der beste Qualität über die Theke reichen möchte, brauche ich „Kundenfeedback”, also  möglichst viele (Qualitäts)kommentare.

Spannend fände ich auch, wie Ihr Eure eigene Qualität (in Beziehung zu Euren Zielen) einschätzt. Ist es „schwierig” und ungewohnt für Euch, über eigene Qualität zu sprechen?

Der Kunde als König und dem Lieferant bleibt der Zehnt

Sigi 12.4.2007 | Strategie

Kundenorientierung – zur Zeit das goldene Kalb der Marketing- und Beratungsszene. Dieses Kalb hat es auch nicht einfach (gehabt) in der deutschen Dienstleistungssahelzone. Dazu ein aktuelles Beispiel bei Bernd Roethlingshöfer, es geht um die Telekom. Aber schafft dieses güldene Jungvieh automatisch auch den Lieferanten, Produzenten und Dienstleistern eine goldene Zukunft. Eine Zukunft, die im Geschäftsleben auch immer mit dem „schnöden Mammon” verknüpft ist. Denn bei aller Freude an der Arbeit – Arbeit muss auch den Geldbeutel und den Magen füllen. Sonst ist bald abgewirtschaftet. So ging es den Zehntbauern. Krummer Rücken, zuwenig im Bauch. Wo liegt der Fehler in der Formel „Kundenzufriedenheit=Erfolg”? Seien wir einmal ehrlich. Was wäre denn den meisten (Königs)Kunden am liebsten: Maximale Leistung und Qualität, allzeit bereit (wie war das damals noch mit den Töchtern und angeblich so edlen Schlossherren) und das umsonst oder wenigstes konkurrenzlos billig. Das kann nicht (auf Dauer) funktionieren.

Die Lösung liegt im Nutzen für beide Seiten. Ein erfolgreicher „Lieferant” muss nicht billig sein, sondern Nutzen generieren. Das heißt, der Kunde muss mehr von der eingekaufte „Leistung” profitieren, als diese ihn kostet. Um diese Differenz, um diesen Gewinn geht es bei wirklicher Kundenzufriedenheit.

Preisreduzierung und kostenlose Nebenleistungen sind deshalb nur die eine Seite der Formel und müssen in Bezug zum „Profit” (Dazu gehört aber nicht nur der geldwerte Vorteil, sondern auch die weiche Faktoren, wie angenehme Zusammenarbeit, Zeitersparnis, Sorgenfreiheit, u.ä.) gesetzt werden. Machen wir ein Rechenexempel: Erstens. Der Kunde wählt den Billigsten. Investiert 1000 Euro. Daraus generiert er 1100 Euro. Dann hat der Lieferant nicht einmal seinen Zehnt verdient – also unter 100 Euro. Ein schlechtes Geschäft für beide. Zweitens. Der Kunde wählt denjenigen, der mehr Nutzen bietet. Investiert 3000 Euro und macht daraus 4000 Euro. Was meinen Sie? Ist der Kunde mit dieser Lösung nicht zufriedener? Und hat der Lieferant jetzt nicht weit mehr „verdient”.

Auch wenn es in der Praxis nicht so einfach ist, es geht um kreative Wege aus der „Mehr-Leistung-für-weniger-Geld” Spirale. Suchen und finden Sie mit.

Uniformieren oder Profilieren

Sigi 2.4.2007 | Strategie

Wer nicht (wieder)erkannt wird hat es manchmal schwer – persönlich genauso wie im Geschäftsleben. „Uniformierte” sind hier klar im Nachteil. Bei den auf ersten Blick (fast) gleichen Produkten und Dienstleistungen, entscheidet oft das klarere Profil. Deshalb raus aus der Uniform hin zum Profil. Für den Ein-Frau-oder-Mann-Betrieb ist es relativ einfach. Es reicht häufig, sich (endlich) zu trauen, die Persönlichkeit authentisch „rüberzubringen” und zu leben – und wie von selbst, gewinnt das kleine Unternehmen an Profil. Mit allen Chancen für bessere (Geschäfts)Beziehungen und Werbung. Wie gewinnt und zeigt aber ein größereres Unternehmen oder eine große Organisation Profil?

Unternehmensberater setzen auf Leitbilder und Vision; Kommunikationsdesigner auf das Erscheinungsbild, die CC (Corporate Culture), CD (Corporate Design) oder CI (Coporate Identity); Organisationsentwickler auf die Abläufe und das Miteinander. Alles richtig und in der Praxis doch manchmal nicht ganz überzeugend vom Ergebnis. Warum? Meine Vermutung: Beim (schönen) Profil zählt die Verbindung, die Übergänge von Haare, Stirn, Nase, Mund, Kinn und Hals. Wer als „Firmenvisagist” unterwegs ist und Firmenprofile schärfen möchte , sollte das Ganze sehen können und sich nicht im Detail verlieren. Denn wenn die Nase etwas abbekommen hat, wie bei Siemens, hilft es auch nicht mehr hübsche Äuglein zu haben. Lifting und „pimp up my face” Aktionen, sind oft nicht glaubhaft. Vielleicht hat auch hier die Erkenntnis etwas für sich – Mut zur Natürlichkeit und zur Veränderung. Wer kennt gute Beispiele, wie interdisziplinär und erfolgreich ein Firmenprofil ganzheitlich geschärft worden ist?

   
   
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