Sigi Bütefisch, Dipl. Grafik-Designer, Trainer und Coach.
Sein täglich Fisch: Marketing und Kommunikation für Verbände, Firmen
und Selbstständige — vom ganzheitlichen Konzept bis zur Umsetzung.
 
 

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Esel sind auch nur Menschen

Sigi 8.7.2007 | Ressourcen

und was hat das alles mit Mitarbeit – aber auch Eigenführung zu tun? Ihr kennt sicherlich das Bild, wie ein störischer „Esel” bewegt werden kann. Die berühmte Karotte vor der Nase. Der Esel hat das Lob vor Augen und bewegt sich. Übertragen bedeutet dieses: Ich strenge mich an, weil ich etwas für mich positives erreiche: Anerkennung, Lob, Geld, etc.

Die zweite Möglichkeit einen Esel zu bewegen ist ein kräftiger Tritt, am besten in den Hintern. Wenn Du dich nicht bewegst, dann tuts weh. Weglaufen vorm Schmerz, gehört zur biologischen Grundausstattung. Auch hier gibt es Entsprechungen: Von der Entlassung über die Abmahnung bis zum unangenehmen Krisengespräch.

Beide Möglichkeiten funktionieren. Vor Allem, wenn man sich und seine Mitarbeiter für Esel hält. Beide haben aber auch einen Nachteil: Fehlt die Karotte oder der Tritt ist’s vorbei mit der Bewegung. Von Nachhaltigkeit kann keine Rede sein. Dazu kommt, dass zwischen diesen Methoden (auch bekannt unter „Zuckerbrot und Peitsche”) gerne gewechselt wird. Mit der Folge der Verunsicherung und der häufig notwendigen Kurskorrekturen wegen „Übersteuerns”. Und wie schmecken Euch eigentlich Karotten, wenn Ihr den Stiefel fühlt oder fürchtet.

Stellt Euch jetzt einmal vor, der Esel möchte zur Eselin. Braucht er dann Tritt oder Karotte? Nein, er wird von sich aus in Bewegung kommen. Eine klassische Gewinn-Gewinn Situation. Als Führungskraft können Sie sich sicher sein – ohne jegliche Intervention – dass der Mitarbeiter sein Ziel erreichen möchte und wird. Vorausgesetzt, Ihr entfernt die Zäune im Weg. Eigenmotivation gelingt in der beruflichen Führungspraxispraxis immer am Besten, wenn es gelingt die „Eselin“ zu erkennen und zuzulassen.

Und jetzt ist Ehrlichkeit genauso wie Kreativität gefragt: Kennen Ihr Eure „Eselin” oder Euren „Esel”, ihr Damen? Welche Möglichkeiten gibt es, die „Esel/innen” der Mitarbeiter herauszufinden? Wie koordiniert man die eigenmotivierten Bewegungen „Hin zu”? Wie erweckt man (tote) Gefühle und Begeisterung?

Vielleicht habt Ihr Lust auf einen Alltagstest:

1) Wo braucht Ihr für Euch und andere den Stiefel?

2) Wo rennt Ihr Karotten vor Eurer Nase nach oder legt „Köder” für andere aus?

3) Für welche „Esel/in” würdet Ihr oder Eure Mitarbeiter durchs Feuer gehen?

4) Probiert es nun 1 Woche ohne Tritte (man tut sich dabei manchmal selber weh) und ohne Karotten vor der Nase (diese schmecken auch so) und sucht Eure…

Schlafkappen entscheiden über Bürger

Sigi 19.6.2007 | Ressourcen

So geschehen heute Nacht in der Koalitionsrunde. Wer von Euch würde sich gerne von einem übernächtigtem Chirurgen operieren lassen, wer von Euch trifft seine (klugen) Entscheidungen nach 20-stündigen Sitzungs- oder Arbeitsorgien?

Wer heute morgen Müntefering in die Augen geschaut hat, versteht was Arbeitsmediziner herausgefunden haben. Das Leistungstief und die meisten Unfälle passieren zwischen 23 Uhr und 3 Uhr früh. Und das unabhängig davon, ob sich die Menschen als Nachtmenschen oder Frühaufsteher bezeichnen. Auch wenn ein paar Regierungs-Eulen vielleicht noch relativ fit waren und die Lerchen schon müde und friedlich (ab)genickt haben – ich bin gespannt, wie die gefundenen Kompromisse die nächsten Tage ausgeschlafen diskutiert und umgesetzt werden.

Der Fahrtenschreiber für Politiker, Manager und ENDscheider, wäre das nicht eine Idee?

Zeit ist relativ der Aufwand auch

Sigi 5.5.2007 | Ressourcen

Das ist nicht erst sein Einstein bewiesen. Wer schaut schon auf die Uhr, wenn’s gerade Spass macht und man voll dabei ist– bei einem guten Buch, bei einem guten Gespräch, bei einem spannenden Job, in der Natur…

…oder auch beim Bloggen. Für mich ist deshalb auch mein Zeitaufwand relativ. Die Motivation, der Spass, die Lust beinflussen meine (subjektive) Wahrnehmung. Eine Stunde, die wie im Flug vergeht, empfinde ich als weniger Aufwand (da Energiegewinn) , als die 10 Minuten um Ungeliebtes (da Energieverlust) zu tun. Und auf dem anderen Seite gibt es auch den unbestechlichen Sekundezeiger. Und mit der kommt die Tagesplanung, die Prioritäten und damit die Beziehung zwischen Aufwand und Nutzen ins Spiel. Über 2000 Jahre vor dem Web 2.0 und dem Bloggen hatten schon die Griechen dieses Problem (erkannt) – und hatten dafür auch gleich zwei Götter. Kairos für die nicht linear wahrgenommene Zeit (Der Gott für den rechte Augenblick) und Chronos (ja, der Gott des Chronometers) für die linear tickende Zeit.

Bloggen aus der Sicht Kairos ist für mich relativ wenig Aufwand. Denke ich dagegen an Chronos, schaue ich jetzt auf die Uhr, denke an Morgen und ob es das bringt den Artikel noch länger zu machen. Nein!

Fazit: Chronos schätzt meinen wöchentlichen Blog/Internet/Zeitaufwand auf ca. 4 Stunden und stellt schon kritische Fragen. Kairos verhält sich dagegen ruhig.
Was sagt bei Euch Chronos (denkt dabei aber bitte auch an den Gott der Wahrheit), und was Kairos? Würde mich schon brennent interessieren.

Nachtrag zum Lernen

Sigi 30.4.2007 | Ressourcen

Der Geist des Menschen ist kein Gefäß, das gefüllt, sondern ein Feuer, das entfacht werden will (Plutarch)

Kluge Köpfchen – mit Herz, Hand und Bauch

Sigi 26.4.2007 | Ressourcen

Am Samstag geht es mit Stipendiaten der Bosch-Stiftung in Tübingen um neueste Erkenntnisse der Gehirnforschung – auch im Bezug zum Lernen. Ich „darf” den Abschluss machen: mit unterhaltsamen praktischen Impulsen nach 6 Stunden fundierter Wissenschaft (Prof. Dr. Johannes Dichgans
Hertie-Institut für klinische Hirnforschung, Tübingen)
und fleißigen Arbeitsgruppen. Mein Motto: Gedächtnis ist eine Frage der EMOTION, der SINNlichkeit, des BeGREIFens. Möchten Sie einen Beweis?

Erinnern Sie sich noch an Ihre erste Mathearbeit? Nein? Und was ist mit dem ersten Kuss?

Menschen brauchen, Emotion, SINNliche Wahrnehmung für unsere – auch intellektuelle– Leistungsfähigkeit. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen über das lange Maiwochenende Abstand vom täglichen „HIRNen” (davon haben wir meistens im Alltag zuviel) und viele  Erlebnisse mit Herz, Hand und Bauch.

In neuer Frisch(fische) bis zum 2.5.

Frischfisch vom Blogspot Blogger – das war einmal

Sigi 22.3.2007 | Beifang, Frisch-Witz, Kommunikation, Ressourcen, Strategie, Wissen, Ziele

http://buetefisch.blogspot bleibt an der Mole und wird zum Frischfischmuseum.

Frischen Frischfisch finden Sie künftig hier. Dazu noch einige alte Artikel, die wir übernommen haben um diesen Blog zu testen. (Die Kommentare haben wir nicht übernommen). Allen Beteiligten die geholfen haben Frischfisch in WordPress zu ermöglichen vielen Dank.

Energieverlust – eine Frage der Kommunikation?

Sigi 24.2.2007 | Ressourcen, Ziele

Gestern ein Meeting von 9.00 bis 18.00 Uhr. 14 Personen, nette offene Teilnehmer, gute Stimmung und ein leckeres Mittagessen, Moderation mit viel hirnen über neue Ideen. Abends der Tenor, wir sind geschafft:„ „fog in the brain” (es war ein Meeting auf englisch)”. Bei dem Gespräch auf der Fahrt zum Flughafen ging es um diesen Nebel im Kopf. Bedeutet intensive Arbeit automatisch Erschöpfung?

Was hätte anders laufen können?

Was wäre, wenn bei jedem Meeting die Balance zwischen Kopf, Herz und Bauch in der „Moderationsdramaturgie” ganz bewusst geschaffen wird. Wie fühlt sich der Unterschied zwischen einer wohligen „Erschöpfung” und „ausgelutschten” Erschöpfung aus? Ist diese „energetische” Komponente überhaupt durch Methoden steuerbar oder gibt es einfach eine „Chemie” die stimmt oder nicht?

Was denkt Ihr?

Blogs zwischen Chaos, Vielfalt, Ordnung und Monotonie

Sigi 22.2.2007 | Beifang, Ressourcen

Dazu passt auch das interessante Gespräch über Bloggestaltung mit Jörg gestern. Stichwort: „Content-Grab Webblog”.
Als Gestalter und Coach stelle ich immer wieder bewusst den Mensch und seine „Befindlichkeit” in den Mittelpunkt. Klar, jeder Mensch „tickt” und braucht anderes – und doch sehe ich Gesetzmäßigkeiten. Deshalb hier 6 Thesen zu Diskussion.

1) Welt und Beziehungen sind komplex. Es ist ein menschliches Grundbedürfnis sich in diesem Dschungel zurechtzufinden, in diesem Dschungel gut zu leben.

2) Leben ist Rhythmus. „Gute” Gestaltung und „gute“ Beziehungen brauchen Rhythmus – brauchen Gegensätze, die in ein stimmiges Verhältnis gebracht werden. Ohne Rhythmus (keine Ausschläge mehr auf dem EKG) kein Leben.

3) Einfachheit und Klarheit erhöht den persönlichen Handlungsspielraum. Das gilt für die Gestaltung und für das Coaching.

4) Je mehr Handlungsspielraum umso mehr Wohlbefinden. (Vermeindlich) auswegslose Situationen verursachen Stress. Dieses haben viele medizinische Tests bestätigt.

5) Je mehr Wohlbefinden (natürlich in dem Wissen, dass zum „richtigen” Wohlbefinden von Zeit zu Zeit auch eine „schöne” Krise gehört!) umso mehr Energie.

6) Und damit schließt sich der Kreis. Umso mehr Energie, umso mehr Kraft und Chancen im „Dschungelcamp Leben”.

Vorausgesetzt an diesen Thesen ist etwas daran: Wie sollte dann ein Blog aussehen und was sollte darin stehen?

Bütefisch über die Schulter geschaut – ein normaler Tag

Sigi 20.2.2007 | Beifang, Ressourcen, Strategie

Heute habe ich, passend zum Thema Information/Wissen, den „Arbeitstag-Taxameter” mitlaufen lassen und Bilanz gezogen.

gelesen, angeschaut, aufgenommen. „Rein mit den Infos”
Internet(75 Min), eMail (15 Min), Zeitungsartikel (25 Min), Fachbuch (40 Min):
> Input: insgesamt ca. 2,5 Stunden

Gespräche, Interaktion. „Geben und Nehmen in der Balance”
Besprechung (80 Min), Telefonate (70 Min), Büroklatsch (25 Min)
> Input/Output in Balance : insgesamt ca. 3 Stunden

(mehr oder weniger) produktiv gearbeitet. „Mein Ausstoß”
Blogtext eingestellt (20 Min), diesen Blogtext geschrieben (25 Min), eMails geschrieben(15 Min), Konzept/Mindmap entwickelt (80 Min), Homepagelayout (130 Min), Logoentwicklung (40 Min), Produktionsvorbereitung, Ideen entwickelt (20 Min).
> Output insgesamt ca. 5,5 Stunden

Dazu das Übliche: Autofahren, Essen und Tagträumen mit insgesamt ca. 1,5 Stunden

Macht alles in allem ganz schön müde und treibt mich jetzt an die frische Luft. Wie sieht Ihr Tag aus? Was ist für Sie anstrengender – der Output, der Input oder das Ungleichgewicht? Was macht Ihnen mehr Spaß, was verschaft Ihnen häufig mehr Befriedigung? Haben Sie das Gefühl, sie schaffen sich Wissens- und Kompetenzvorteile?

Ihre Meinung würde mich – und ich glaube auch andere Leser – interessieren. Meiner Erfahrung haben diese Fragen nämlich ziemlich viel mit beruflicher Stressbewältigung zu tun.

   
   
Herzlich Willkommen bei Frischfisch!
Fangfrisches zum Thema Ressourcenentwicklung, Wissensmanagement,
Zielfindung, Strategie und Kommunikation. Dazu etwas Beifang.