Sigi Bütefisch, Dipl. Grafik-Designer, Trainer und Coach.
Sein täglich Fisch: Marketing und Kommunikation für Verbände, Firmen
und Selbstständige — vom ganzheitlichen Konzept bis zur Umsetzung.
 
 

Archiv nach Themen | Ressourcen

Frischfisch aus Berlin – Another wall to fall

Sigi 6.11.2009 | Ressourcen

Im Vorgriff auf die Mauerfallfeiertage. Mauern geben Schutz – viele versperren aber auch die Sicht und den Weg in eine bessere Zukunft. Beispielsweise in eine Zukunft mit weniger Ungerechtigkeit und Gefährdung unserer Umwelt. Mehr über den Kongress finden Sie hier und unserer persönliches Fazit auf www.erfolg-in-balance.de.

Nächste Woche geht es weiter mit der Kunst der Überzeugung – Überzeugung braucht es immer. Auch damit Mauern fallen – in den Köpfen und Herzen. Grenzen achten und Grenzen öffnen: der Schlüssel für eine soziale (Geschäfts)Welt.

Welche Mauern könnten bei Ihnen demnächst fallen? Welche Hindernisse aus dem Weg geräumt? Und wo braucht es Mauern und Grenzen, noch zartes Wachstum schützen?

Feiern Sie mit: WALL to FALL!

Brauchen wir Profitdenken

Sigi 2.12.2008 | Ressourcen

„Profit ist für die Unternehmen wie der Atem für den Menschen – wir brauchen ihn zum Leben, aber das Atmen ist nicht unser Lebenszweck.“

Lance Secretan

Erfolg in Balance durch Unordnung und Ordnung

Sigi 2.11.2008 | Ressourcen

Nichts kann existieren ohne Ordnung – nichts kann entstehen ohne Chaos.

Das sagte Albert Einstein. Und stellen wir uns deshalb einmal folgende Fragen:

Warum brauchen die meisten mytologischen „Schöpfungsgeschichten” das Chaos?
Warum steht ein aufgeräumter Schreibtisch für gutes Management?
Warum steht ein kreatives Durcheinander für einen Künstler?
Warum sind reine Rationalisten (falls es die überhaupt gibt) oft nicht besonders kreativ?
Und warum scheitern kreative Firmengründer manchmal an der Realität?

These 1:
Unstrukturierte, desorientierte Gedanken sind die Grundlage der Kreativität.

These 2:
Unstrukturierte, desorientierte Gedanken verhindern vernünftige Prozesse und damit auch,
dass Ideen in die Tat umgesetzt werden.

These 3:
Menschen möchten immer gerne alles haben: Die durchweg Strukturierten mehr Kreativität, die Kreativen mehr Struktur, wenn Sie etwas erreichen wollen.

These 4:
Wollen und nicht können, erzeugt (zunächst) Stress. Überforderung fühlt sich einfach nicht gut an.

These 5:
Um diesen Stress zu vermeiden, braucht es Einsicht – die Einsicht, dass ein Fisch schwimmt und ein Vogel fliegt und eine Ente vieles kann – aber kein Weltrekordler weder im Wasser noch in der Luft ist.

These 6:
Menschen sind flexibler als Ente und Co. So haben wir mehr Möglichkeiten dazu zu lernen. Wir können uns Fähigkeiten aneignen, die uns helfen mit unseren Grundorientierung besser umzugehen.

These 7:
Je früher frau/man damit anfängt, umso besser.

Anmerkung: Chaos gibt es genug in Politik, Wirtschaft und im Finanzsektor – was wird daraus Neues entstehen und wer sind eigentlich die dafür verantwortlichen Chaoten. Eventuell sogar die (vermeindlich) Strukturierten? Wäre das nicht ein interessantes Quting, sich der Öffentlichkeit als bewiesener und wählbarer Chaot zu präsentieren?

Erfolg in Balance

Sigi 13.10.2008 | Ressourcen

Die Herausforderungen und Belastungen im Berufsalltag steigen. Nicht nur immer mehr UNTERnehmer fühlen sich als ÜBERnehmer? Auch Teams und Mitarbeiter leiden unter der erhöhten Taktzahl mit allen bekannten Folgen: Stressbedingte gesundheitliche negative Auswirkungen, Verschlechterung des Betriebsklimas, nachlassende Gesamtleistungen der Mitarbeiter – das alles wirkt sich mittel- und langfristig auf die Gesamtleistung, die Performance der Organisation aus.

Auf der anderen Seite, steigt das Bewusstsein für diese Problematik. Lösungen werden gesucht und schon zum Teil gefunden. Vielversprechende ganzheitliche, systemische Ansätze in der Unternehmenslandschaft werden an Bedeutung gewinnen. Referenzprojekte zeigen, dass es auch anders geht. Und häufig sind es kleinere Firmen und Mittelständler die hier flexibler und innovativer agieren. Verfolgt man Publikationen und Seminare bespielsweise im Bereich Zeitmanagement und Persönlichkeitsentwicklung, zeigt sich auch hier der Trend zum „Erfolg in Balance”.

Konkrete Impulse dazu werden Sie deshalb in nächster Zeit hier im Blog finden. Soviel sei schon veraten: Erfolg in Balance braucht neue Konzepte in den für jede Organisation wichtigen Bereichen – in den Bereichen Idee, Struktur, Ressourcen, Entwicklung, Handeln, Kommunikation und Führung.

Kopf schlägt Kapital und das im Radio

Sigi 9.10.2008 | Ressourcen

Eine Radiosendung, die sich meiner Meinung nach lohnt. Möchten Sie den Gründer der Teekampagne, Prof. Dr. Günter Faltin, „live“
hören? Am Freitag, 10.10., ab 16.05 Uhr, ist er zu Gast beim Bayerischen Rundfunk.

Im Interview wird die Idee der Teekampagne vorgestellt und als Modell für Volksentrepreneurship („Kopf schlägt Kapital“) diskutiert.

In der Sendung „Eins zu Eins. Der Talk.“ des BR2 kommen Menschen zu Wort, die eine spannende Lebensgeschichte oder einen außergewöhnlichen Beruf haben. Menschen, die etwas bewegen – aus persönlichem Engagement heraus oder durch ihre Position in Politik, Kultur und Wissenschaft.

Für Nicht-Bayern: Sie können das Interview nach der Sendung unter http://www.bayern2.de abrufen.

Was Einstein und Rituale mit Problemlösungen zu tun haben

Sigi 19.9.2008 | Ressourcen

Die Probleme, die es in der Welt gibt, sind nicht mit der
gleichen Denkweise zu lösen, durch die sie entstanden sind.

Albert Einstein

Kann es sein, dass wir zuerst versuchen Schwierigkeiten und Probleme mit unseren liebgewonnenen Methoden und vertrauten Handlungen zu lösen. Beispiele dafür finden sich viele, bei kleinen und großen Problemen. Wenn nach dem ersten Klingeln niemand aufmacht, klingeln wir verstärkt weiter – bis hin zum Sturmklingeln. Wenn es die Finanzwelt wackelt, wird „weitergezockt” – noch hektischer und aufgeregter. Wenn Werbung nicht mehr ankommt, wird umso penetranter geworben. Wenn Teams nicht mehr funktionieren, wird nach alten Konzepten umstrukturiert.

Kritisieren ist einfach und letztlich sitzt jeder im Glashaus zusammen mit seinen „verbrauchten” Denkmustern.

Was können wir tun um alte Denkmuster zu überwinden und durch neue, angemessenere zu ersetzen?

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Systemisch denken contra schnell handeln

Sigi 17.7.2008 | Ressourcen

These 1: Zusammenhänge sind komplex. Egal ob es um Ökologie oder Ökonomie geht. Alle Elemente des Systems beeinflussen einander. Einfaches Ursache/Wirkungsdenken greift zu kurz. Systemische Lösungsansätze werden immer wichtiger um in der komplexer werdenden Welt bestehen zu können.

These 2: Man/frau kann sich totdenken. Wer zu lange (systemisch) nachdenkt, viele Faktoren bedenkt, macht die Sache unnötig kompliziert. Auf das Handeln kommt es an.

Für mich sind beide Thesen richtig, Argumente und Praxisbeispiele für beide Sichtweisen gibt es genug. Was sollen wir also tun, wenn es gilt eine Entscheidung zu treffen?

Vertrauen Sie auf Ihr „Bauchgefühl”, auf Ihren Instinkt, ob „hirnen” oder „handeln” in einer Situation angesagt ist.

Vielleicht interessant in diesem Zusammenhang. Es ist zwischenzeitlich auch wissenschaftlich belegt: Sobald mehr als 10 Faktoren eine Entscheidung beeinflussen, kommen wir hirnphsychologisch-koknitiv an unsere Grenze. Dagegen zapft eine Gefühlsentscheidung unbewusst unseren Erfahrungsschatz an – und hier„lagern” viele Informationen, die für eine (für uns) „richtige” Entscheidung wesentlich sind.

Entwicklungsgeschichtlich sind wir also auf das Überleben in einer komplexen Welt (das war sie schon immer) bestens ausgestattet. Vertrauen wir also häufiger unserem Gefühl – und wir handeln automatisch systemisch.

Stellt sich nun die Frage, was wir tun können, damit unser „Gefühl” gut funktioniert. Lässt sich Gefühl trainieren? Denn mit einem abgestumpften Gefühl, bleibt uns nichts anderes übrig als immer nur zu denken. Wer zu cool ist, …

(Team)konflikte lösen

Sigi 11.7.2008 | Ressourcen

Diese Woche war für mich geprägt vom Thema Beziehung. Besondere Begegnungen, Bücher und Gespräche gaben den Impuls, Gedanken zu ordnen, neue Zusammenhänge zu sehen und Dinge zu verändern.

Wohin man auch blickt. Es kriselt oder kracht in Geschäftsbeziehungen, Teams und Partnerschaften. Man/frau sucht Lösungen oder hat es aufgegeben oder rauft sich (noch einmal) zusammen. Es geht rauf und runter oder ist öde eingeschlafen…

Muss dieses alte Beziehungsspiel immer so weitergespielt werden oder gibt Möglichkeiten, die Spielregeln neu zu interpretieren und ein neues Spiel zu spielen?

Als Einstieg eine provokative Vereinfachung. Auch in geschäftlichen Beziehungen geht es nur um das Eine. Um Liebe und Angst. Es geht um Schenken und Annehmen, um Nähe und Distanz – um Verletzlichkeit, Enttäuschung, um das Ringen um Sicherheit und Wertschätzung.

Perfekt funktionierende Unternehmen und Teams, ewige Liebe, stetiges Wachstum sind Wunschvorstellungen. Wunschvorstellungen von einer sicheren Welt. Von einer paradiesischen (Um)welt, die uns liebt, die uns weder ausschließt noch wehtut. Und selbst die hart gesottenen Vertreter einer Kampf- und Konkurrenzmentalität wollen häufig doch nur das Eine – Sicherheit und Liebe. Wenn diese bedroht sind, haben wir Angst – wir reagieren dann „natürlich”. Wir stellen uns tot (verweigern die Zusammenarbeit oder das Leben), rennen weg (entziehen uns der Verantwortung) oder beißen um uns („…euch mach ich fertig”).

Gibt es vielleicht noch Möglichkeiten anders zu reagieren? Und wenn ja, was braucht es dazu?

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Multitemporalität oder die Frage nach Zeit- oder Güterwohlstand

Sigi 27.6.2008 | Ressourcen

Heute hatte ich zwei Kundengespräche, die mir zu denken gaben: „Brauche dringend eine Auszeit…” der eine. „…wie wir das bis nächste Woche hinbekommen können, ist mir schleierhaft.” die andere. Und das ist nicht nur freitags häufig – der Wochendfreizeitstress steht schon vor der Tür – der Tenor beruflich sehr engagierter Menschen.

Und damit drängt sich (zugegeben, vielleicht eine Luxusfrage) auf: Welche Prioritäten setze ich für mich persönlich? Welchen Preis für beruflichen Erfolg bin ich bereit zu zahlen? Erkenne ich den Unterschied zwischen Zeit- oder Güterwohlstand? Was kann ich verlieren (aber auch gewinnen) wenn ich entschleunige?

Termindruck erscheint als der Stressauslöser schlechthin. 5 Minuten Bildstörung bei einer Fussballübertragung als Katastrophe. Warten erscheint als Zeitverschwendung. Wie gehen wir mit Dingen um, die nicht in unserer Macht stehen? Schon Lewis Mumford schrieb vor über 40 Jahren:

„…Ziel ist, dass man für jede menschliche Aktivität das richtige Tempo findet. Kurz gesagt, man sollte den Takt des Lebens ebenso wie in der Musik einhalten: also nicht lediglich dem mechanischen Schlag des Metronoms folgen, wie dies Anfänger tun, sondern Satz für Satz das richtige Tempo ausmachen und den Takt den menschlichen Bedürfnissen und Zwecken anpassen.“

Das Problem hat sich seitdem verstärkt. Unsere Arbeitswelt kennt zunehmend nur noch den schnellen Beat. „Gas geben! – Leben im sozialen Tempodrom“, hieß passend dazu der Titel eines hörenswerten Podcast des swr2 zum Thema Zeit.

Multitemporalität heißt das Schlüsselwort, welches immer mehr Beachtung findet. Multitemporalität bedeutet bewusst Schnelligkeit und Langsamkeit leben zu können. Bedeutet, bewusst effizient sein zu sein zu können aber auch bewusst zu entschleunigen. Zwischenzeitlich springen immer mehr Seminaranbieter und Firmentrainer auf den Zug Multitemporalität auf. Ich persönlich glaube aber, dass der Umgang mit der Zeit viel mehr mit grundsätzlichen Werten und einer Lebensorientierung zu tun hat – echte Multitemporalität braucht dazu eine andere Art der Geschäfts- und Lebenskultur. Wenn diese neue Form von Zeitmanagement nur das Ziel hat, die negative gesundheitlichen und seelischen Auswirkungen zu reparieren und alles andere unverändert zu lassen, greift sie zu kurz.

Für mich als Anbieter von Kommunikationskonzepten wird es immer wichtiger, die gesteigerte Potenz unserer Kommunikationsmöglichkeiten kritisch zu hinterfragen. Es kann künftig nicht (nur) darum gehen, welchen Beitrag die Kommunikation für Unternehmensziele leistet, sondern auch, wie es den Menschen damit geht. Langfristig gedacht, sicherlich auch ein wichtiges Unternehmensziel.

Es soll besser werden

Sigi 31.5.2008 | Ressourcen

… die Werbung, die Kommunikation, die Zusammenarbeit und manches mehr. Dafür werden wir engagiert, dafür werden wir bezahlt. Und wenn es wirklich „besser wird”, die Ziele erreicht werden, freuen sich alle. Ähnlich dem Bauer, der säht, pflegt und als Lohn eine reiche Ernte einfährt. Übetragen heißt das: Im „Unternehmens-Frühling und -Sommer”, mit guten Ernten lassen sich gute Geschäfte machen.

Doch wie gehen Unternehmen und ihre beauftragten Dienstleister mit Novemberstimmungen und harten Wintern um? Ist es realistisch, die schönen „Jahreszeiten” festhalten zu können? Sind „frostige Wirtschaftszeiten” automatisch schlechte Zeiten, die sofort wieder künstlich „erwärmt” werden müssen?

Ich behaupte, viele Probleme entstehen dadurch, dass die natürlichen Schwankungen nicht akzeptiert werden. Mit etwas mehr Geduld und Gelassenheit könnte auch das im Misserfolg liegende Potenzial genutzt werden. Aber nicht sofort! Vielleicht liegt es daran, dass wir in der Beschleunigung besser sind als im Bremsen. Im Anhäufen besser als im Reduzieren. Im Machen besser als im Ertragen und Ausharren. Unsere „Leitkultur” liebt und lebt ziemlich einseitig Frühlings- und Sommerwerte.

Jetzt stelle ich einmal eine gewagte Behauptung auf: Ein guter Berater, der nachhaltig arbeitet, der in längere Zyklen denkt, sollte nicht nur ein Erfolgs-, sondern genauso ein Misserfolgsberater sein. Er muss fähig sein Unternehmen und Menschen in „frostigen Zeiten” begleiten können. Ihnen helfen, nicht in tiefste Depression zu verfallen und so den kommenden Frühling zu verschlafen. Es müssen Menschen sein, die sich nicht nur im positiven Denken zu Hause fühlen. Wer im dunklen Keller immer automatisch zum pfeifen anfängt, kann kein verlässlicher Begleiter durch die „Unternehmens-Jahreszeiten” sein.

Mir gefällt der Spruch:

Du kannst den Regenbogen nicht haben, wenn es nicht irgendwo regnet.

Ginge es uns nicht allen „besser”, wenn wir uns über Regen und Regenbogen freuen können? Über Hitze und Kälte, über Sturm und Windstille? Probieren wir es aus – das nächste Wetter kommt bestimmt!

   
   
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