Sigi Bütefisch, Dipl. Grafik-Designer, Trainer und Coach.
Sein täglich Fisch: Marketing und Kommunikation für Verbände, Firmen
und Selbstständige — vom ganzheitlichen Konzept bis zur Umsetzung.
 
 

Nichts ist perfekt, kein Problem

Heute geht es um die Perfektionismusfalle. Aber nicht darum, dass gerade der letzte Feinschliff besonders viel Zeit kostet und sich nicht wirklich lohnt – das ist zwischenzeitlich ein alter Hut, Pareto lässt grüßen. Zudem gibt es andere Wertmaßstäbe als Effizienz und Profit. Oder hören Sie gerne einen nur fast guten Konzertpianisten, oder möchten Sie nur fast perfekt operiert werden? Das Ziel PERFEKT zu sein, ist partiell durchaus angebracht und gut.

Es geht heute um etwas anderes. Gerade manche Perfektionisten, verdrängen das nicht Perfekte, haben ein besonders großen blinden Fleck – und das tut nicht gut. Ein Beispiel: Wem es besonders wichtig ist, immer freundlich zu sein (und dieses immer wieder betont!), der übersieht möglicherweise die Situationen, in denen er anderen auf den Schlips tritt. Ein weiteres Beispiel auf Gruppen übertragen, finden Sie hier.

Vielleicht lässt sich damit das Phänomen erklären, dass gerade Perfektionisten einer Sache genau das Gegenteil von dem bewirken, was sie eigentlich wollen. Nicht wenige Grausamkeiten werden im Namen der Menschlichkeit begangen. Nicht umsonst haben Moralapostel einen schlechten Ruf. Nicht umsonst heißt es „Wasser predigen, Wein saufen!“.

Fazit: Wenn nicht alles perfekt ist, bleibt es menschlich. Machen Sie mit, aber nicht immer. Denn wer nur zeitweilig Perfektes anstrebt, ist noch lange kein unverbesserlicher Perfektionist.

   
   
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