Sigi Bütefisch, Dipl. Grafik-Designer, Trainer und Coach.
Sein täglich Fisch: Marketing und Kommunikation für Verbände, Firmen
und Selbstständige — vom ganzheitlichen Konzept bis zur Umsetzung.
 
 

Es gibt wieder Frischfisch, heute die Kunst der Überzeugung

Das Buch „Das 7-Felder-Prinzip für Erfolg in Balance“ ist geschrieben (mehr darüber im Dezember), die liegengebliebenen Stapel werden langsam wieder kleiner – nun ist es wieder möglich, einmal pro Woche Frischfisch anzubieten. Einigen Lesern fehlt der Frischfisch und sie haben mir schon angedroht den Fischhändler zu wechseln.

Machen wir deshalb weiter, wo wir im Juni stehengeblieben sind, bei der Werbepsychologie oder der Kunst der Überzeugung. Denn überzeugen müssen wir alle und überzeugen ist auf jeden Fall besser als überreden oder die Meinung des anderen einfach übergehen.

Heute geht es um das, was letzlich mehr entscheidet als alle logischen Argumente. Egal ob im Verkauf oder bei der Bundestagswahl – die Sympathie zählt. Sympathie wird ausgelöst durch körperliche Attraktivität, Vertrautheit, Ähnlichkeit, Faszination. Der psychologische Hintergrund warum Sympathie „funktioniert“ ist, dass derjenige oder diejenige, die sympatisch ist, zugleich glaubhaft erscheint. Die sympatische Person wird so zur Verpackung (oder zum Trojanischen Pferd) für ein sympatisches Produkt, für eine sympatische Meinung, für eine sympatische Dienstleistung. Das ist der Grund für Werbung mit Sympathieträgern, das Empfehlungsmarketing, aber auch für die Tupperwarenparty.
In Rudolf Eislers Wörterbuch der philosophischen Begriffe“ wird Sympathie so erklärt: „Mit-Leiden, Miterleben von Gefühlen und Affekten anderer durch unwillkürliche Nachahmung und durch »Einfühlen« in den Gemütszustand anderer, was um so leichter möglich, je verwandter wir mit jenen sind. Der Anblick oder Gedanke fremden Leidens erweckt unmittelbar analoge Gefühle, wie die des Leidenden. Dazu kommt noch unter Umständen die Trauer über das Leiden des anderen, bzw. die Freude über das Glück des andern. Sympathie ist also weniger „Kopfsache“ als intuitives Gefühl. Und greift damit tief in unserem Unterbewusstsein – wie alle „scharfen Werkzeuge“ der Werbung.

Überlegen Sie einmal: Wie oft sind Sie von sympatischen Menschen enttäuscht worden, wie oft von unsympatischen. Wie oft waren Sie bereit Ihre Meinung zu überdenken, wenn ein Ihnen sympatischer Mensch eine andere Meinung vertritt.

   
   
Herzlich Willkommen bei Frischfisch!
Fangfrisches zum Thema Ressourcenentwicklung, Wissensmanagement,
Zielfindung, Strategie und Kommunikation. Dazu etwas Beifang.