Sigi Bütefisch, Dipl. Grafik-Designer, Trainer und Coach.
Sein täglich Fisch: Marketing und Kommunikation für Verbände, Firmen
und Selbstständige — vom ganzheitlichen Konzept bis zur Umsetzung.
 
 

Archiv nach Datum | November 2008

Wollen, können, handeln

Sigi 25.11.2008 | Beifang

Warum werden manche Ziele erreicht, andere dagegen nicht? Warum laufen einige Projekte gut durch bis zum Ende, andere nicht?

Hier kann aufwendig recherchiert und analysiert werden. Das kostet Zeit und macht manches ziemlich kompliziert.

Hier möchte ich dagegen eine völlig simple aber wirkungsvolle Methode vorstellen. Nämlich das Stellen von nur drei Fragen:

1) Will ich es / Wollen wir es?

2) Kann ich es /Können wir es?

3) Handle ich entsprechend / Handeln wir entsprechend?

Wenn alle 3 Fragen ehrlich mit Ja beantwortet werden können – und genügend Energie vorhanden ist, „das Handeln” durchzuhalten, steht es gut um diese Ziele und Projekte.

Ich bin doch nicht blöd

Sigi 18.11.2008 | Wissen, Ziele

deswegen ist meine Meinung die richtige! Ich weiß, was richtig ist – vom Einkauf im Mediamarkt über die Gründe der Finanzkrise bis zur richtigen Ernährung.

Mit dieser „ich bin doch nicht blöd” Einstellung werden die meisten Gespräche geführt – die Ergebnisse sind entsprechend (blöd). Vielleicht kommt ein Teil der Politikverdrossenheit, der Unglaubwürdigkeit der Führungseliten durch diese Art des „ich bin doch nicht blöd, die anderen schon” argumentierens.

Was wäre, wenn „das sachliche Gewicht der anderen Meinung” in Erwägung gezogen würde? Ich mich dafür interessieren würde, wie der andere zu seiner Ansicht kommt? Das heißt zuhören, verstehen wollen.

Und ein schöner Zusatznutzen dabei: Ich merke damit, ob noch die „Sache”, der Inhalt im Fokus der Diskusion steht oder die Beziehungsebene (die nicht unwichtiger ist!). Dazu ein schöner Satz vom bekannten Philosophen Hans-Georg Gadammer:

„Ein Gespräch führen heißt, sich unter die Führung der Sache stellen, auf die die Gesprächspartner gerichtet sind. Ein Gespräch führen verlangt, den anderen nicht niederzuargumentieren, sondern im Gegenteil das sachliche Gewicht der anderen Meinung wirklich zu erwägen. […]

Was Erfolg in Balance Unternehmen kostet

Sigi 3.11.2008 | Beifang

Ich behaupte, weniger als der Verlust der Balance!

Dazu ein Rechenbeispiel:

Nach einer neuen Studie der Managementberatung Mühlenhoff und Partner geben 80 Prozent der Manager an, sich durch Arbeit „ausgebrannt“ zu fühlen. Ähnliche Studien bezogen auf die normale Belegschaft ergeben ein ähnliche düsteres Bild.

Ein einziger Fehltag eines Mitarbeiters schlägt im volkswirtschaftlichen Durchschnitt mit 400-500 Euro zu Buche. Wieviel „ausgebrannte” Mitarbeiter kosten, kann sich somit jeder selbst ausrechnen – und die persönlichen Folgen und langfristigen Auswirkungen sind sicher nicht weniger bedeutend.

Unternehmenskonzepte sind also gefragt, die einerseits Leistung und Erfolg ermöglichen, aber dabei nicht den Menschen als Bezugsgröße aus den Augen verliert. Was wäre möglich, wenn jeder Mitarbeiter dem Unternehmen eine Woche Fehltage wert wäre. Welche Dinge können für 2500 Euro realisiert werden? Wie könnten Arbeitsplatz und Arbeitsprozesse verbessert werden, welche Fortbildungen und andere Maßnahmen wären möglich?

Damit würde Nachhaltigkeit nicht länger nur in den Mund genommen, sondern im Unternehmen gelebt werden können.

Diese Thema gewinnt an Bedeutung. Interessante Konzepte und Lösungen gibt es zunehmend mehr. Es ist spannend wieviel Ansätze es gibt „Erfolg in Balance” umzusetzen. Dazu demnächst mehr.

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Erfolg in Balance durch Unordnung und Ordnung

Sigi 2.11.2008 | Ressourcen

Nichts kann existieren ohne Ordnung – nichts kann entstehen ohne Chaos.

Das sagte Albert Einstein. Und stellen wir uns deshalb einmal folgende Fragen:

Warum brauchen die meisten mytologischen „Schöpfungsgeschichten” das Chaos?
Warum steht ein aufgeräumter Schreibtisch für gutes Management?
Warum steht ein kreatives Durcheinander für einen Künstler?
Warum sind reine Rationalisten (falls es die überhaupt gibt) oft nicht besonders kreativ?
Und warum scheitern kreative Firmengründer manchmal an der Realität?

These 1:
Unstrukturierte, desorientierte Gedanken sind die Grundlage der Kreativität.

These 2:
Unstrukturierte, desorientierte Gedanken verhindern vernünftige Prozesse und damit auch,
dass Ideen in die Tat umgesetzt werden.

These 3:
Menschen möchten immer gerne alles haben: Die durchweg Strukturierten mehr Kreativität, die Kreativen mehr Struktur, wenn Sie etwas erreichen wollen.

These 4:
Wollen und nicht können, erzeugt (zunächst) Stress. Überforderung fühlt sich einfach nicht gut an.

These 5:
Um diesen Stress zu vermeiden, braucht es Einsicht – die Einsicht, dass ein Fisch schwimmt und ein Vogel fliegt und eine Ente vieles kann – aber kein Weltrekordler weder im Wasser noch in der Luft ist.

These 6:
Menschen sind flexibler als Ente und Co. So haben wir mehr Möglichkeiten dazu zu lernen. Wir können uns Fähigkeiten aneignen, die uns helfen mit unseren Grundorientierung besser umzugehen.

These 7:
Je früher frau/man damit anfängt, umso besser.

Anmerkung: Chaos gibt es genug in Politik, Wirtschaft und im Finanzsektor – was wird daraus Neues entstehen und wer sind eigentlich die dafür verantwortlichen Chaoten. Eventuell sogar die (vermeindlich) Strukturierten? Wäre das nicht ein interessantes Quting, sich der Öffentlichkeit als bewiesener und wählbarer Chaot zu präsentieren?

   
   

Wenn die Fische stumm sind, so sind dafür ihre Verkäufer desto beredeter. (Lichtenberg)

Herzlich Willkommen bei Frischfisch!
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