Sigi Bütefisch, Dipl. Grafik-Designer, Trainer und Coach.
Sein täglich Fisch: Marketing und Kommunikation für Verbände, Firmen
und Selbstständige — vom ganzheitlichen Konzept bis zur Umsetzung.
 
 

Was Einstein und Rituale mit Problemlösungen zu tun haben

Die Probleme, die es in der Welt gibt, sind nicht mit der
gleichen Denkweise zu lösen, durch die sie entstanden sind.

Albert Einstein

Kann es sein, dass wir zuerst versuchen Schwierigkeiten und Probleme mit unseren liebgewonnenen Methoden und vertrauten Handlungen zu lösen. Beispiele dafür finden sich viele, bei kleinen und großen Problemen. Wenn nach dem ersten Klingeln niemand aufmacht, klingeln wir verstärkt weiter – bis hin zum Sturmklingeln. Wenn es die Finanzwelt wackelt, wird „weitergezockt” – noch hektischer und aufgeregter. Wenn Werbung nicht mehr ankommt, wird umso penetranter geworben. Wenn Teams nicht mehr funktionieren, wird nach alten Konzepten umstrukturiert.

Kritisieren ist einfach und letztlich sitzt jeder im Glashaus zusammen mit seinen „verbrauchten” Denkmustern.

Was können wir tun um alte Denkmuster zu überwinden und durch neue, angemessenere zu ersetzen?

Ich persönlich erlebe – sowohl beruflich als auch privat – besonders drei Dinge als wertvoll.

Erstens: Wir müssen das Beharren auf das Vertraute als eine wichtige menschliche Eigenschaft akzeptieren. Denn Wiederholungen schaffen Sicherheit und Zufriedenheit. Wir erleben es häufig: Ein 4-jähriger möchte immer das gleiche Buch vorgelesen bekommen, ein 40-jähriger immer morgens seinen Kaffee – selbst wenn es ihm nicht mehr gut tut. Fazit: ich sollte niemanden die Sicherheit des „Alten” nehmen ohne einen Ausgleich in Aussicht zu stellen. Ich kann in ein Loch fallen, wenn ich einen alten Obstbaum, der nicht mehr trägt ausreise Und wenn ich keinen jungen nachpflanze, ist es vorbei mit süßem Obst.

Zweitens, Veränderungungen sollten als einschneidende Wandlung (für den einen mehr, für den anderen weniger) ernst genommen werden.  Natürlich, Veränderungen gehören zum Leben und sind nicht zu vermeiden. Gerade deshalb ist es wichtig, mit Veränderungen nicht „wehleidig” um den „heißen Brei herschleichend” umzugehen, sondern offen mutig und direkt. Aber vergessen wir niemals: Veränderungen sind lebensgefährlich für das Alte!

Drittens, das Alte, Gewohntes hatte Ritualcharakter. Wenn es gelingt, auch das Neue, die Veränderung vorzubereiten (Vorsicht Veränderung, Lebensgefahr) mit einem SINNvollen Ritual zu verbinden, kann die Grundlage für einen sauberen Übergang geschaffen werden. Übergänge werden meiner Erfahrung nach oft nicht, unzureichend oder dilletantisch gestaltet. Statt emotional die Menschen mitzunehmen, wird besipielsweise verkopft diskutiert. Oder ersetzt Sektgläserklingen passgenaue Rituale.

Meine Meinung: Für neue Denkmuster und Verhaltensweisen braucht es neue, starke Rituale. Die häufig sinnleeren „Soft- und Light-Rituale”  in Wirtschaft, Gesellschaft aber auch in Kirchen werden nicht ausreichen um die Veränderungen die auf uns zukommen, zu meistern. Also ist wieder SINN und Kreativität gefordert – doch auch nicht schlecht als Zukunftsaussicht…

   
   
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