Sigi Bütefisch, Dipl. Grafik-Designer, Trainer und Coach.
Sein täglich Fisch: Marketing und Kommunikation für Verbände, Firmen
und Selbstständige — vom ganzheitlichen Konzept bis zur Umsetzung.
 
 

Es soll besser werden

… die Werbung, die Kommunikation, die Zusammenarbeit und manches mehr. Dafür werden wir engagiert, dafür werden wir bezahlt. Und wenn es wirklich „besser wird”, die Ziele erreicht werden, freuen sich alle. Ähnlich dem Bauer, der säht, pflegt und als Lohn eine reiche Ernte einfährt. Übetragen heißt das: Im „Unternehmens-Frühling und -Sommer”, mit guten Ernten lassen sich gute Geschäfte machen.

Doch wie gehen Unternehmen und ihre beauftragten Dienstleister mit Novemberstimmungen und harten Wintern um? Ist es realistisch, die schönen „Jahreszeiten” festhalten zu können? Sind „frostige Wirtschaftszeiten” automatisch schlechte Zeiten, die sofort wieder künstlich „erwärmt” werden müssen?

Ich behaupte, viele Probleme entstehen dadurch, dass die natürlichen Schwankungen nicht akzeptiert werden. Mit etwas mehr Geduld und Gelassenheit könnte auch das im Misserfolg liegende Potenzial genutzt werden. Aber nicht sofort! Vielleicht liegt es daran, dass wir in der Beschleunigung besser sind als im Bremsen. Im Anhäufen besser als im Reduzieren. Im Machen besser als im Ertragen und Ausharren. Unsere „Leitkultur” liebt und lebt ziemlich einseitig Frühlings- und Sommerwerte.

Jetzt stelle ich einmal eine gewagte Behauptung auf: Ein guter Berater, der nachhaltig arbeitet, der in längere Zyklen denkt, sollte nicht nur ein Erfolgs-, sondern genauso ein Misserfolgsberater sein. Er muss fähig sein Unternehmen und Menschen in „frostigen Zeiten” begleiten können. Ihnen helfen, nicht in tiefste Depression zu verfallen und so den kommenden Frühling zu verschlafen. Es müssen Menschen sein, die sich nicht nur im positiven Denken zu Hause fühlen. Wer im dunklen Keller immer automatisch zum pfeifen anfängt, kann kein verlässlicher Begleiter durch die „Unternehmens-Jahreszeiten” sein.

Mir gefällt der Spruch:

Du kannst den Regenbogen nicht haben, wenn es nicht irgendwo regnet.

Ginge es uns nicht allen „besser”, wenn wir uns über Regen und Regenbogen freuen können? Über Hitze und Kälte, über Sturm und Windstille? Probieren wir es aus – das nächste Wetter kommt bestimmt!

   
   
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