Sigi Bütefisch, Dipl. Grafik-Designer, Trainer und Coach.
Sein täglich Fisch: Marketing und Kommunikation für Verbände, Firmen
und Selbstständige — vom ganzheitlichen Konzept bis zur Umsetzung.
 
 

Mehr wissen durch weniger denken

Intuition statt analytischer Intelligenz, Bauch- statt Kopfentscheidung. Dieses Thema gewinnt an Bedeutung: in der Hirnforschung, der Psychologie genauso wie im Bereich Management und Unternehmensführung.

Wissenschaftliche Studien belegen immer wieder erstaunliche Dinge. Ob bei der Beurteilung von Aktienkursen, Schachpartien oder von Spielzüge im Handball – die intuitiven Bewertungen waren den koknitiven überlegen und natürlich um ein vielfaches schneller. Bei brainworker habe ich ein schönes Zitat gefunden:

Intuition ist der vom Willen unbeeinflusste spielerische Umgang des Hirns mit den ihm zur Verfügung stehenden Daten.

Das bedeutet aber auch, ohne genügend „Futter” an Informationen hat das Hirn kein „Spielmaterial” – die Intuition bleibt dürftig und die durch Intuition getroffene Entscheidungen sind nicht richtig.

Bei den ca 11, Mio. Impulsen pro Sekunde, die unsere 5 Sinne wahrnehmen, „füttern” wir unser Unterbewusstes stetig. Durch Nachdenken und bewusste Wahrnehmung stehen unserem Gehirn diese Informationen leichter zur Verfügung – Stichwort Lernen und mentale Fitness. Was möglich ist, wenn unbewusst aufgenommene Informationen abrufbar sind, sehen Sie in diesem unglaublichen Video (gefunden bei anders Denken). Dieser Autist kann nach einem 45 minütigem Rundflug über Rom die Stadt in der gesamten Komplexität nachzeichnen!

In unserem beruflichen Alltag mit seinen Sitzungen, den Analysen, Argumentationen und den geplanten Abläufen leben wir überwiegend unsere kopfgesteuerte Seite. Wenn es gelingt hier Freiräume zu schaffen, die kurzfristige Ergebnisorientierung hinten anzustellen und durch anderes (er)leben einen Gegenpol zu schaffen, lebt die Intuition auf. Ich erlebe es für mich persönlich genauso, wie in der Arbeit mit unseren Kunden. Und wer es nicht lassen kann nutzenorientiert zu denken: Kopf- und Bauchdenken auszubalancieren lohnt sich gerade auch für Unternehmen langfristig. Durch Ideenreichtum, mehr Lebendigkeit und besserer persönlcher „Befindlichkeit”.

Die Münze ist Kopf und Zahl. Der Mensch ist Kopf und Bauch.

Schönen Sabbat – vielleicht sogar im häufiger Werktags – wünsche ich mit den Worten Erich Fromms:

Am Sabbat lebt der Mensch, als hätte er nichts, als verfolge er kein Ziel ausser zu sein, das heisst keine wesentlichen Kräfte auszuüben – beten, studieren, essen, trinken, singen, lieben. Der Sabbat ist ein Tag der Freude, weil der Mensch an diesem Tag ganz er selbst ist.

   
   
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