Information gleich Fast-Food
Informationschwemme – schon vor über 80 Jahren ein Thema für die Philosophie. Ich bin vor kurzen über einen interessanten Gedanken Walter Benjamin gestolpert. Es geht um die Unterschiede zwischen einer Geschichte und einer Information. Benjamin meint vereinfacht: Eine gute Geschichte, Metapher überdauert, bleibt (auch wenn verändert oder in einen anderen Kontext gesetzt) erzählenswert und berührt. Information, die nicht mehr aktuell ist, verliert immer mehr an Wert. Also wie beim Fast Food. Kurze Gelüste und bald wieder Hunger nach mehr. Beschreibt das nicht auch manche Entwicklungen in den Medien, in Blogs? Masse statt Qualität? Schnell statt Langsam? Keine Zeit zum Verdauen, zum assimilieren?
Was wird an „nährender” Substanz bleiben. Was davon bleibt erzählenswert – in geselligen Runden, am Lagerfeuer…
Vielleicht überspitzt: Information ist notwendig, ganz klar – aber (vor allem zuviel) Information „entzaubert”, hält uns fest, ist maximal Pflicht und wird selten zur Kür. Ich persönlich denke, die Balance zwischen „Geschichten” und „Informationen” stimmt nicht – auch in der Business-Blogszene.


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