Sigi Bütefisch, Dipl. Grafik-Designer, Trainer und Coach.
Sein täglich Fisch: Marketing und Kommunikation für Verbände, Firmen
und Selbstständige — vom ganzheitlichen Konzept bis zur Umsetzung.
 
 

Qualität in der Gestaltung

Zunächst Alberti: Gestaltung ist dann gut, wenn…„nichts hinzugefügt noch weggelassen werden kann, ohne die Gesamtwirkung zu verschlechtern”

Das könnte erklären, warum unnötige Schnörkel (hinzugefügt) als Kitsch empfunden, aber auch manche absolut reduzierte Gestaltung (weggelassen) als kalt und „unmenschlich” empfunden wird. Natürlich gibt es hier keine allgemeine Wahrheit. Geschmäcker wandeln sich – kulturelle und individuelle Unterschiede in der Ästhetik bestehen. Und doch scheint es ein klares Empfinden für das „Zuviel” und „Zuwenig” für jeden Gestalter zu geben. Das gilt nicht nur für typische Künstler wie Maler und Komponisten sondern auch für  Grafik-Designer und Köche.

Wer sich mit der Gesamtwirkung auseinandersetzt, muss vernetzt denken, also komplexe Strukturen in Beziehung bringen. Vielleicht gelten „Künstler” deshalb häufig eher als ideenreich aber chaotisch – detailfokusierte „Buchhalter” dagegen als genau, ordendlich aber wenig kreativ.

Vielleicht ist es auch so zu erklären, dass gerade gutes Industriedesign sich als die „nüchterste Kunst” entwickelt hat. Denn industrielle Fertigung begünstigt und fordert manchmal sogar eine Ästhetik der klaren (technischen) Formensprache mit wenig Elementen.

   
   
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