Sigi Bütefisch, Dipl. Grafik-Designer, Trainer und Coach.
Sein täglich Fisch: Marketing und Kommunikation für Verbände, Firmen
und Selbstständige — vom ganzheitlichen Konzept bis zur Umsetzung.
 
 

Gefährliche Gestaltung

Im Gespräch mit Grafik-Design Studenten – aber auch mit „gestandenen” Gestaltern und Marketingleitern – bin ich immer wieder überrascht, wie wenig über Wahrnehmungsspsychologie nachgedacht und gewusst wird.

Wer würde sich in einem Haus wohl- und sicher fühlen, bei dessen Bau alle Regeln der Statik verletzt wurden.

Ist Mediengestaltung und bedrucktes Papier so ungefährlich, dass es z. B. keine Kenntnis der Wahrnehmungsspsychologie braucht? Sicher, Kreativität und Gestaltung hat viel mit „Herz und Bauch” zu tun – aber ohne „Kopf” fehlt ein wichtiger Teil der Qualität. Es braucht meiner Meinung nach Bewusstheit beim und über den Gestaltungsprozess. Dazu gehört auch das Wissen von Gesetzmässigkeiten der menschlichen Wahrnehmung. Die Beziehung zwischen Gestaltung und Wirkung auf den Menschen war von der Frühgeschichte an ein wichtiges Thema – in der Architektur, in der Musik, in der darstellenden wie in der bildenden Kunst. Hier reicht die Spanne von mathematischen-naturwissenschaftlichen über psychologische bis hin zu esoterischen Ansätzen, vom goldenen Schnitt bis hin zum Feng Shui.

Natürlich sind alle diese „Gesetze” nicht allein-seeligmachende-Wahrheit, sondern Modelle, die (in einem bestimmten Kontext) recht gut „funktionieren”.

In den nächsten Beiträgen werde ich einige dieser Modelle vorstellen.

   
   
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