Sigi Bütefisch, Dipl. Grafik-Designer, Trainer und Coach.
Sein täglich Fisch: Marketing und Kommunikation für Verbände, Firmen
und Selbstständige — vom ganzheitlichen Konzept bis zur Umsetzung.
 
 

Ohne Chaos keine Entwicklung

Ein Beispiel für einen typischen Entwicklungsweg:

Wir haben eine stabile Organisationstufe (wir sind im Gleichgewicht, fühlen uns wohl, sind effektiv und erfolgreich; wir wollen diese Sicherheit halten; wir handeln überwiegend proaktiv)

Nun verändern sich/verändern wir die Randbedingungen (wir wollen etwas anderes; das Umfeld zwingt uns zu Veränderungen; der alte stabile Status Quo funktioniert nicht mehr richtig, wir handeln zunehmend reaktiv; verlieren zunehmend den Boden unter den Füßen)

Wir stürzen ins Chaos (wir empfinden Stress; Abläufe werden unberechenbar; der Weg zurück ist nicht mehr möglich – der neue Weg noch nicht sichtbar; Verwirrung macht handlungsunfähig)

Wir erproben, testen und sind dabei Neues zu integrieren (wir brechen wieder auf; Stimmungen, Licht und Schatten wechseln; ein neuer Rhythmus und ein neues Gleichgewicht stellt sich langsam ein)

Ein neuer stabiler Zustand wird erreicht (Die Herausforderungen, die die Veränderung ausgelöst haben werden bewältigt; neue Möglichkeiten und Fähigkeiten schaffen ein neues Gleichgewicht; Effektivität und Sicherheit kehren zurück)

Diese fünf Stufen sind von Satir/Lewin beschrieben und zeigen: „Gesunde” lebendige Systeme (das gilt für Menschen, Organismen, Gruppen, Unternehmen) gelingt der Balanceakt zwischen Stabilität und Instabilität – „Kranke” Systeme dagegen bleiben in den Extrempunkten Überstrukturierung (Erstarrung) und Chaos (Auflösung) stecken. Wobei die Bewertung „Gesund” und „krank” relativ ist und (wenn überhaupt) nur Sinn in Verbindung mit Zielerreichung und Zeit macht.

Was heißt das für die Organisationsentwicklung: Sich damit mit dem Lauf der Dinge (das einzig Beständige ist der Wandel!) abfinden?  Oder eine Form der flexible Ordnung anstreben? Einen chaordischer Zustand, bei dem Verändern und Bewahren soweit ausgeglichen ist, dass die Extreme des oben beschrieben Entwicklungsprozess gemildert werden? Was ist angesagt: Hard-Core Veränderung für die „Harten” oder sanfte Prozesse für die „Softies”? Beides führt zum Ziel – es kommt darauf an, was individuell am besten passt.

   
   
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