Auch beim Reden hilft etwas Chaos
Noch ein Beitrag zur „Chaoswoche”.
„… Versprecher sind, sofern sie nicht in starkes Stottern ausarten, das Salz in der Suppe des Sprachflusses …”.
Das schreibt „Bild der Wissenschaft”» in der Oktober-Nummer. Das in Stuttgart erscheinende Magazin bezieht sich dabei auf drei Studien aus Schottland und den USA.
Durch die Ähhs und Mmms, wird der Zuhörer „vorgewarnt” und fokusiert seine Aufmerksamkeit. Damit kann sich der Zuhörer das Folgende besser merken.
Fazit: Rhythmusunterbrechungen lösen damit einen Impuls zum besseren Verständnis aus – ob das immer die Ähhs sein müssen, glaube ich persönlich nicht. Also nur Mut zu etwas Chaos, wenn die Grundstruktur stimmt. Funkt——————–tionier auch beim Schreiben!


Ich mache mir bei meinen Präsentationstrainings immer gerne folgenden Spass: Nach der Präsentation frage ich oft die Zuschauer, welchen Versprecher der Vortragende dauernd in seinem Referat wiederholt halt.
War die Präsentation fesselnd, bekomme ich an dieser Stelle meist keine Antwort. Erst beim nachträglichen Betrachten am Videomitschnitt fällt den Leuten auf, dass sich da ein paar gravierende Hacker eingeschlichen haben – nur es interessiert niemand.
Für mich wieder ein Beweis: Wenn der Präsentator auf sein Publikum eingeht, wird ihm (fast) alles verziehen.
Genau, alles was zu glatt zu strukturiert abläuft verliert an Lebendigkeit, zu große Perfektion schafft Kälte und Distanz