Business und Campingplatz
Der Alltag hat mich wieder und der Einstieg fällt leicht. Denn der Gang über den Campingplatz hat Parallelen zur Kommunikationsbranche.
Viele Stellplätze, viele Menschen auf engstem Raum. Wer fällt auf, wer passt sich an? Da gibt es den Klassiker: Wohnwagen, Vorzelt, Schuhregal und stets geschlossener Vorzeltreißverschluss bei Abwesenheit. Ähnlich der Dauercamper: Hier zusätzlich gerne Spitzengardinen und Solarleuchten im 1×1 Meter Vorgärtchen. Oder die Chaoszelter: Im Zentrum das Zelt und drumherum in abnehmender Dichte Fahrräder, Handtücher, Sportgeräte, Flaschen und was man sonst noch braucht oder brauchte. Die meisten anderen „positionieren” sich irgendwo dazwischen.
Warum haben fast alle Wohnwagen und Mobile so ein seltsames Design haben (Zahnbelagsbeige mit Goldstreifen – ja, das ist der Noblesse)? Warum stehen die meisten „Unterkünfte” mit dem Eingang zum Weg? Das erinnert mich an einen guten Artikel von Monika Birkner aus Ihrem Artikel „Muss man sich verbiegen, um Aufträge zu bekommen?” via Best Practice Blog.
„Die große Chance von Solo- und Kleinunternehmern besteht darin, ihre eigene Persönlichkeit einzubringen und ihrem Unternehmen ihren höchstpersönlichen Stempel aufzudrücken. Doch viele Selbstständige scheinen gerade das vermeiden zu wollen. Websites und Werbematerialien wirken anonym. Auch Einzelkämpfer sagen „wir“ statt „ich“, um einen in Wahrheit nicht vorhandenen Apparat zu suggerieren. Manche Websites zeigen kein Foto desjenigen, für den sie werben sollen. Die Sprache ist gekünstelt und phrasenreich. Mit anderen Worten: Es wirkt häufig so, als ob jemand mit aller Gewalt versuchte, sich ein möglichst gelacktes Image aufzubauen.”
Also Mut zur Authentizität auf dem Campingplatz und im Business, im Waschraum genauso wie bei der Aquisition. Dann wird das Leben kontrastreicher, bunter und spannender.




Hallo Sigi,
na deine Tipps werde ich bei meinem anstehenden Campingurlaub in 2 Wochen gleich mal berücksichtigen…
Viel Spass dabei, und auch das bewusste wahrnehmen beim Geschirspülen ist ganz interessant – so wie im echten Leben.
Ja, über die Erzählungen beim Geschirrspülen am Campingplatz könnte man wirklich Bände schreiben.