Sigi Bütefisch, Dipl. Grafik-Designer, Trainer und Coach.
Sein täglich Fisch: Marketing und Kommunikation für Verbände, Firmen
und Selbstständige — vom ganzheitlichen Konzept bis zur Umsetzung.
 
 

Esel sind auch nur Menschen

und was hat das alles mit Mitarbeit – aber auch Eigenführung zu tun? Ihr kennt sicherlich das Bild, wie ein störischer „Esel” bewegt werden kann. Die berühmte Karotte vor der Nase. Der Esel hat das Lob vor Augen und bewegt sich. Übertragen bedeutet dieses: Ich strenge mich an, weil ich etwas für mich positives erreiche: Anerkennung, Lob, Geld, etc.

Die zweite Möglichkeit einen Esel zu bewegen ist ein kräftiger Tritt, am besten in den Hintern. Wenn Du dich nicht bewegst, dann tuts weh. Weglaufen vorm Schmerz, gehört zur biologischen Grundausstattung. Auch hier gibt es Entsprechungen: Von der Entlassung über die Abmahnung bis zum unangenehmen Krisengespräch.

Beide Möglichkeiten funktionieren. Vor Allem, wenn man sich und seine Mitarbeiter für Esel hält. Beide haben aber auch einen Nachteil: Fehlt die Karotte oder der Tritt ist’s vorbei mit der Bewegung. Von Nachhaltigkeit kann keine Rede sein. Dazu kommt, dass zwischen diesen Methoden (auch bekannt unter „Zuckerbrot und Peitsche“) gerne gewechselt wird. Mit der Folge der Verunsicherung und der häufig notwendigen Kurskorrekturen wegen „Übersteuerns”. Und wie schmecken Euch eigentlich Karotten, wenn Ihr den Stiefel fühlt oder fürchtet.

Stellt Euch jetzt einmal vor, der Esel möchte zur Eselin. Braucht er dann Tritt oder Karotte? Nein, er wird von sich aus in Bewegung kommen. Eine klassische Gewinn-Gewinn Situation. Als Führungskraft können Sie sich sicher sein – ohne jegliche Intervention – dass der Mitarbeiter sein Ziel erreichen möchte und wird. Vorausgesetzt, Ihr entfernt die Zäune im Weg. Eigenmotivation gelingt in der beruflichen Führungspraxispraxis immer am Besten, wenn es gelingt die „Eselin“ zu erkennen und zuzulassen.

Und jetzt ist Ehrlichkeit genauso wie Kreativität gefragt: Kennen Ihr Eure „Eselin” oder Euren „Esel”, ihr Damen? Welche Möglichkeiten gibt es, die „Esel/innen” der Mitarbeiter herauszufinden? Wie koordiniert man die eigenmotivierten Bewegungen „Hin zu”? Wie erweckt man (tote) Gefühle und Begeisterung?

Vielleicht habt Ihr Lust auf einen Alltagstest:

1) Wo braucht Ihr für Euch und andere den Stiefel?

2) Wo rennt Ihr Karotten vor Eurer Nase nach oder legt „Köder” für andere aus?

3) Für welche „Esel/in” würdet Ihr oder Eure Mitarbeiter durchs Feuer gehen?

4) Probiert es nun 1 Woche ohne Tritte (man tut sich dabei manchmal selber weh) und ohne Karotten vor der Nase (diese schmecken auch so) und sucht Eure…

   
   
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