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	<title>Kommentare zu: S&#252;chtige sind Suchende</title>
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	<description>Impulse für Ressourcenentwicklung, Wissensmanagement, Zielfindung, Strategie und Kommunikation.</description>
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		<title>Von: Sigi</title>
		<link>http://www.frischfisch-buetefisch.de/2007/05/04/suchtige-sind-suchende/#comment-87</link>
		<dc:creator>Sigi</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 May 2007 12:57:44 +0000</pubDate>
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		<description>Ich erlebe, dass zwischen Suchtender (netter Begriff) und Suchender die Lebensziele und die F&#228;higkeit zur Balance (im gr&#246;&#223;eren Zeitr&#228;umen – nicht auf eine Phase bezogen) den Unterschied machen. K&#246;nnen wir hier als Blogger Hilfestellungen geben?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich erlebe, dass zwischen Suchtender (netter Begriff) und Suchender die Lebensziele und die F&#228;higkeit zur Balance (im gr&#246;&#223;eren Zeitr&#228;umen – nicht auf eine Phase bezogen) den Unterschied machen. K&#246;nnen wir hier als Blogger Hilfestellungen geben?</p>
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		<title>Von: Joachim Zischke</title>
		<link>http://www.frischfisch-buetefisch.de/2007/05/04/suchtige-sind-suchende/#comment-86</link>
		<dc:creator>Joachim Zischke</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 May 2007 10:11:23 +0000</pubDate>
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		<description>In einem k&#252;rzlich ver&#246;ffentlichten Interview [http://imgriff.com/2007/03/29/man-haelt-sich-immer-nur-selbst-vom-produktiven-arbeiten-ab/] meinte Martin R&#246;ll, in 2006 immerhin auf Nummer 19 der Top100 Business Blogs, dass er es nicht bereue, sein Bloggen eingestellt zu haben. Hatte er sich von einer Sucht befreit -?

Zu meinen Apple-Macintosh-Programmierzeiten Mitte der 80er kam es vor, die Wochenenden durchzuarbeiten, nur um am Montag ein von links nach rechts laufendes M&#228;nnchen in schwarz-weiss vorf&#252;hren zu k&#246;nnen. Ein Suchtverhalten -?

Ist, wer sich mehrere Tages- und Wochenzeitungen h&#228;lt, ein S&#252;chtiger -?

Ich denke, es gibt irgendwann immer Phasen im Leben, da macht es einfach Spass, sich in ein neues Arbeits-, Aufgaben-, Sach- oder Wissensgebiet zu st&#252;rzen, es auszuloten, seine eigenen F&#228;higkeiten zu testen und abzugleichen. Eine Ern&#252;chterung folgt dann h&#228;ugi auf dem Fusse -

So f&#252;r mich aktuell das Thema Bloggen. Ich habe schon immer gern geschrieben, Gedichte, Kurzgeschrichten, Satiren, Absurdismen, und nun blogge ich. Es macht mir Spass. Dennoch stelle ich zunehmend fest, in eine Art Zwangs-Schreib-Situation zu geraten. Die Zahl meiner Blogleser steigt, wie ich beobachte, sch&#246;n, gut und anspornend, aber gleichzeitig steigt auch mein innerer &quot;Zwang&quot;, zu schreiben, oder besser gesagt, schreiben zu m&#252;sen.

Also, was tun, aufh&#246;ren, sich nicht darum k&#252;mmmern? Ich werde mich eben &quot;zwingen&quot;, nur noch eine begrenzte Zeit f&#252;r das Bloggen bereitzustellen, sowohl f&#252;r die Recherchen als auch f&#252;rs Schreiben. Es gibt neben dem &quot;internet life&quot; ja auch das &quot;real life&quot;. Eine Frage der Balance, wie Alexander sch&#246;n formulierte.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>In einem k&#252;rzlich ver&#246;ffentlichten Interview [http://imgriff.com/2007/03/29/man-haelt-sich-immer-nur-selbst-vom-produktiven-arbeiten-ab/] meinte Martin R&#246;ll, in 2006 immerhin auf Nummer 19 der Top100 Business Blogs, dass er es nicht bereue, sein Bloggen eingestellt zu haben. Hatte er sich von einer Sucht befreit -?</p>
<p>Zu meinen Apple-Macintosh-Programmierzeiten Mitte der 80er kam es vor, die Wochenenden durchzuarbeiten, nur um am Montag ein von links nach rechts laufendes M&#228;nnchen in schwarz-weiss vorf&#252;hren zu k&#246;nnen. Ein Suchtverhalten -?</p>
<p>Ist, wer sich mehrere Tages- und Wochenzeitungen h&#228;lt, ein S&#252;chtiger -?</p>
<p>Ich denke, es gibt irgendwann immer Phasen im Leben, da macht es einfach Spass, sich in ein neues Arbeits-, Aufgaben-, Sach- oder Wissensgebiet zu st&#252;rzen, es auszuloten, seine eigenen F&#228;higkeiten zu testen und abzugleichen. Eine Ern&#252;chterung folgt dann h&#228;ugi auf dem Fusse -</p>
<p>So f&#252;r mich aktuell das Thema Bloggen. Ich habe schon immer gern geschrieben, Gedichte, Kurzgeschrichten, Satiren, Absurdismen, und nun blogge ich. Es macht mir Spass. Dennoch stelle ich zunehmend fest, in eine Art Zwangs-Schreib-Situation zu geraten. Die Zahl meiner Blogleser steigt, wie ich beobachte, sch&#246;n, gut und anspornend, aber gleichzeitig steigt auch mein innerer &#8220;Zwang&#8221;, zu schreiben, oder besser gesagt, schreiben zu m&#252;sen.</p>
<p>Also, was tun, aufh&#246;ren, sich nicht darum k&#252;mmmern? Ich werde mich eben &#8220;zwingen&#8221;, nur noch eine begrenzte Zeit f&#252;r das Bloggen bereitzustellen, sowohl f&#252;r die Recherchen als auch f&#252;rs Schreiben. Es gibt neben dem &#8220;internet life&#8221; ja auch das &#8220;real life&#8221;. Eine Frage der Balance, wie Alexander sch&#246;n formulierte.</p>
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		<title>Von: Doc Sarah Schons</title>
		<link>http://www.frischfisch-buetefisch.de/2007/05/04/suchtige-sind-suchende/#comment-85</link>
		<dc:creator>Doc Sarah Schons</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 May 2007 01:10:37 +0000</pubDate>
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		<description>Good news (?!) von &quot;der Front&quot;: in meiner Praxis habe ich es mit Menschen von 1 Monat bis 100 Jahren zu tun. Die meisten sind zwischen 25 und 55. Fest im &quot;real life&quot; verankert.

Und -obwohl meist Unternehmer und F&#252;hrungspers&#246;nlichkeiten- relativ &quot;web-phob&quot; (ist das gut?! Siehe &quot;Medienkompetenz&quot;..).
Wenn ich gelegentlich mein frischgeborenes Blog erw&#228;hne, kommt zu 90% die Frage: &quot;was ist ein Blog?!&quot; Auch im Freundeskreis..

Die &quot;Kids&quot; wohlhingegen sind ganz woanders unterwegs: &quot;no infoweb but gamez&quot;.. Und eben da liegt das Potential zum Suchtverhalten - wie bei Alkohol - &quot;was stumpft, das l&#228;uft&quot;.. oder s&#228;uft -

Anyway: der Mensch an sich ist ein Suchender. Und kein Suchtender. Das sind die Politiker, die Opium f&#252;rs Volk ausgeben und auf Sucht statt Suche setzen. Schon wegen der Wiederwahl... Wahlhalla...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Good news (?!) von &#8220;der Front&#8221;: in meiner Praxis habe ich es mit Menschen von 1 Monat bis 100 Jahren zu tun. Die meisten sind zwischen 25 und 55. Fest im &#8220;real life&#8221; verankert.</p>
<p>Und -obwohl meist Unternehmer und F&#252;hrungspers&#246;nlichkeiten- relativ &#8220;web-phob&#8221; (ist das gut?! Siehe &#8220;Medienkompetenz&#8221;..).<br />
Wenn ich gelegentlich mein frischgeborenes Blog erw&#228;hne, kommt zu 90% die Frage: &#8220;was ist ein Blog?!&#8221; Auch im Freundeskreis..</p>
<p>Die &#8220;Kids&#8221; wohlhingegen sind ganz woanders unterwegs: &#8220;no infoweb but gamez&#8221;.. Und eben da liegt das Potential zum Suchtverhalten &#8211; wie bei Alkohol &#8211; &#8220;was stumpft, das l&#228;uft&#8221;.. oder s&#228;uft -</p>
<p>Anyway: der Mensch an sich ist ein Suchender. Und kein Suchtender. Das sind die Politiker, die Opium f&#252;rs Volk ausgeben und auf Sucht statt Suche setzen. Schon wegen der Wiederwahl&#8230; Wahlhalla&#8230;</p>
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		<title>Von: Alexander Greisle</title>
		<link>http://www.frischfisch-buetefisch.de/2007/05/04/suchtige-sind-suchende/#comment-84</link>
		<dc:creator>Alexander Greisle</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 May 2007 18:43:48 +0000</pubDate>
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		<description>Es sind sehr viele neue M&#246;glichkeiten mit einer rasanten Entwicklung. Die Web 2.0-Freaks sind wohl die falschen wenn es darum geht, einen wieder runter zu bringen. M&#252;ssen sie das? Ich glaube, das ist nicht deren Aufgabe. Mich bringt meine Frau runter, oder die Kleine vom Nachbarn.

Eine ehemalige Diplomantin von mir sagte mal, dass sie gerne auf Notebook und WLAN in der Wohnung verzichtet. Denn sonst w&#252;rden sie und ihr Freund nur noch auf der Couch vor der Kiste sitzen. Ich glaube daran, dass mit zunehmender Erfahrung mit dem Medium sich auch die richtigen Verhaltensweisen entwickeln werden.

- Ich kenne genauso viele Motorrad-, Uhrensammel- und Comic- wie Internet-Freaks. Mit &#228;hnlichen Freak-Symptomen
- Der Medienkonsum ver&#228;ndert sich. Weniger passives TV, mehr Internet.
- Die Sozialkontakte werden vielf&#228;ltiger, die pers&#246;nlichen (real life-)Kontakte bleiben meinem Empfinden nach gleich. Kneipen und Discos sterben auch nicht aus.

&#220;berwiegen die positiven Faktoren? Wie lange hat es gedauert, bis wie die Herausforderung der Mobilit&#228;t durch Autos im Griff hatten (haben wir schon?)?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es sind sehr viele neue M&#246;glichkeiten mit einer rasanten Entwicklung. Die Web 2.0-Freaks sind wohl die falschen wenn es darum geht, einen wieder runter zu bringen. M&#252;ssen sie das? Ich glaube, das ist nicht deren Aufgabe. Mich bringt meine Frau runter, oder die Kleine vom Nachbarn.</p>
<p>Eine ehemalige Diplomantin von mir sagte mal, dass sie gerne auf Notebook und WLAN in der Wohnung verzichtet. Denn sonst w&#252;rden sie und ihr Freund nur noch auf der Couch vor der Kiste sitzen. Ich glaube daran, dass mit zunehmender Erfahrung mit dem Medium sich auch die richtigen Verhaltensweisen entwickeln werden.</p>
<p>- Ich kenne genauso viele Motorrad-, Uhrensammel- und Comic- wie Internet-Freaks. Mit &#228;hnlichen Freak-Symptomen<br />
- Der Medienkonsum ver&#228;ndert sich. Weniger passives TV, mehr Internet.<br />
- Die Sozialkontakte werden vielf&#228;ltiger, die pers&#246;nlichen (real life-)Kontakte bleiben meinem Empfinden nach gleich. Kneipen und Discos sterben auch nicht aus.</p>
<p>&#220;berwiegen die positiven Faktoren? Wie lange hat es gedauert, bis wie die Herausforderung der Mobilit&#228;t durch Autos im Griff hatten (haben wir schon?)?</p>
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		<title>Von: sigi</title>
		<link>http://www.frischfisch-buetefisch.de/2007/05/04/suchtige-sind-suchende/#comment-83</link>
		<dc:creator>sigi</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 May 2007 11:23:10 +0000</pubDate>
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		<description>Danke Alexander f&#252;r diesen Kommentar. Wahrscheinlich bringst Du es mit dem Stichworten „Medienkompetenz entwickeln” und „wieder runterkommen” auf den Punkt. Siehst Du in der web 2.0 bzw. Bloggerszene gen&#252;gend Menschen, die die n&#246;tige Distanz haben „um einen (oder sich selbst) wieder runterzubringen, wenn ein Zyklus mal zu lange dauert”?

Ich glaube pers&#246;nlich, dass gerade die Menge und jederzeitige Verf&#252;gbarkeit der Medien eine historisch v&#246;llig neue Herausvorderung ist. Die Sucht nach Theaterauff&#252;hrungen, Weinbergen oder Kirchenfresken entwickelt sich nicht so leicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke Alexander f&#252;r diesen Kommentar. Wahrscheinlich bringst Du es mit dem Stichworten „Medienkompetenz entwickeln” und „wieder runterkommen” auf den Punkt. Siehst Du in der web 2.0 bzw. Bloggerszene gen&#252;gend Menschen, die die n&#246;tige Distanz haben „um einen (oder sich selbst) wieder runterzubringen, wenn ein Zyklus mal zu lange dauert”?</p>
<p>Ich glaube pers&#246;nlich, dass gerade die Menge und jederzeitige Verf&#252;gbarkeit der Medien eine historisch v&#246;llig neue Herausvorderung ist. Die Sucht nach Theaterauff&#252;hrungen, Weinbergen oder Kirchenfresken entwickelt sich nicht so leicht.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Alexander Greisle</title>
		<link>http://www.frischfisch-buetefisch.de/2007/05/04/suchtige-sind-suchende/#comment-82</link>
		<dc:creator>Alexander Greisle</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 May 2007 19:26:20 +0000</pubDate>
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		<description>Suchsucht. Ich wei&#223; nicht. Ich versuche erst zu denken, dann zu suchen. Sprich: Suchen aufzubauen. Das kostet Zeit und sorgt schon mal daf&#252;r, dass man nicht wahllos und willk&#252;rlich sucht.

Aber um das Suchen im Sinne von Recherche geht es ja nicht. Eher um das ziellose Suchen, das herumirren in der WWW&#252;ste ohne genau zu wissen, was man sucht. Das ist dann aber kein Problem des Mediums Internet sondern ein generelles. W&#228;re auch nicht anders wenn es das Internet nicht g&#228;be, dann w&#252;rde es sich an einem anderen Medium festmachen.

Das Internet als Sucht. Hm. Ja, vielleicht, irgendwie schon. Vielleicht wie jedes intensiv ausge&#252;bte Hobby? Kritisch wirds, wenns einseitig wird. Die Frage ist dann, wann ist es ausgeglichen. Schwierig, denn es schwankt individuell. Die typischen Zyklen, mal mehr, danach wieder weniger.

Wie schnell wird man zum Infoholic? Wenn man das Internet beruflich und privat viel nutzt? Wenn immer das Gef&#252;hl hat, dass es dort draussen noch die eine, die wichtigste Info gibt? Oder wenn man den Weg zum n&#228;chsten Theater und in die Weinberge nicht mehr kennt?

Internet und Real Life erg&#228;nzen sich einfach hervorragend. Warum auch nicht. Das Internet ist First Life. Genauso wie Fu&#223;ball, Autos und der Schrebergarten.

Dass das Internet nur kopflastig ist glaube ich nicht. Es ist durchaus emotional. Und gewinnt dadurch. Nat&#252;rlich, es werden nicht alle Sensoren angesprochen. Man macht Erfahrungen und vers&#228;umt andere. Eine Frage der Balance.

Die Strategie: Unverkrampft bleiben. Zyklen leben. Und jemanden haben, der einen wieder runter bringt, wenn ein Zyklus mal zu lange dauert.

Wir stehen da ja ziemlich am Anfang. Das Stichwort ist Medienkompetenz. Niemand hat sie uns bisher beigebracht. Im Moment sind wir alle Autodidakten in diesem Bereich. Noch immer ist es maximal ein Randthema in den Schulen und in der Ausbildung. Damit meine ich nicht die &quot;Werkzeug&quot;-Kenntnisse, das bekommen die Kids schon gut alleine hin. Sondern viel mehr die vielseitigen Soft-Facts. Medienkompetenz ist heute bereits heute eine Grundfertigkeit wie das Lesen, Schreiben und Rechnen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Suchsucht. Ich wei&#223; nicht. Ich versuche erst zu denken, dann zu suchen. Sprich: Suchen aufzubauen. Das kostet Zeit und sorgt schon mal daf&#252;r, dass man nicht wahllos und willk&#252;rlich sucht.</p>
<p>Aber um das Suchen im Sinne von Recherche geht es ja nicht. Eher um das ziellose Suchen, das herumirren in der WWW&#252;ste ohne genau zu wissen, was man sucht. Das ist dann aber kein Problem des Mediums Internet sondern ein generelles. W&#228;re auch nicht anders wenn es das Internet nicht g&#228;be, dann w&#252;rde es sich an einem anderen Medium festmachen.</p>
<p>Das Internet als Sucht. Hm. Ja, vielleicht, irgendwie schon. Vielleicht wie jedes intensiv ausge&#252;bte Hobby? Kritisch wirds, wenns einseitig wird. Die Frage ist dann, wann ist es ausgeglichen. Schwierig, denn es schwankt individuell. Die typischen Zyklen, mal mehr, danach wieder weniger.</p>
<p>Wie schnell wird man zum Infoholic? Wenn man das Internet beruflich und privat viel nutzt? Wenn immer das Gef&#252;hl hat, dass es dort draussen noch die eine, die wichtigste Info gibt? Oder wenn man den Weg zum n&#228;chsten Theater und in die Weinberge nicht mehr kennt?</p>
<p>Internet und Real Life erg&#228;nzen sich einfach hervorragend. Warum auch nicht. Das Internet ist First Life. Genauso wie Fu&#223;ball, Autos und der Schrebergarten.</p>
<p>Dass das Internet nur kopflastig ist glaube ich nicht. Es ist durchaus emotional. Und gewinnt dadurch. Nat&#252;rlich, es werden nicht alle Sensoren angesprochen. Man macht Erfahrungen und vers&#228;umt andere. Eine Frage der Balance.</p>
<p>Die Strategie: Unverkrampft bleiben. Zyklen leben. Und jemanden haben, der einen wieder runter bringt, wenn ein Zyklus mal zu lange dauert.</p>
<p>Wir stehen da ja ziemlich am Anfang. Das Stichwort ist Medienkompetenz. Niemand hat sie uns bisher beigebracht. Im Moment sind wir alle Autodidakten in diesem Bereich. Noch immer ist es maximal ein Randthema in den Schulen und in der Ausbildung. Damit meine ich nicht die &#8220;Werkzeug&#8221;-Kenntnisse, das bekommen die Kids schon gut alleine hin. Sondern viel mehr die vielseitigen Soft-Facts. Medienkompetenz ist heute bereits heute eine Grundfertigkeit wie das Lesen, Schreiben und Rechnen.</p>
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