Nachtrag zum Lernen
Der Geist des Menschen ist kein Gefäß, das gefüllt, sondern ein Feuer, das entfacht werden will (Plutarch)
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Plutarch irrt und irrt doch wieder nicht. Der menschliche Geist muss natürlich erst einmal “aufgefüllt” werden, bevor sich daran ein Feuer entfachen lässt. (Nebenfrage: Ist unser Geist wirklich entflammbar -?)Und mit was füllen wir auf? Mit Charakter, mit Erfahrungen, mit Emotionen, mit Kenntnissen, mit Wissen. Wobei Wissen allein nicht einen Menschen ausmacht, sondern wie dieser es anwendet. Der menschliche Geist (das Gehirn ?)muss lebendig bleiben, immer wieder neu lernen, verknüpfen, erkennen, verstehen, dann brennt das Feuer des Lebens. Vielleicht meinte Plutarch das so. Dann hat er die heutige Kognitions- und Gehirnwissenschaft schon vorweg genommen. Alle Achtung!
Vielleicht kann man die Feuer Metapher noch weiterspinnen. Feuer enzündet sich in einer Kettenreaktion. Wenn nichts Brennbares da ist, gibts auch keine Kettenreaktion. Also der Funke braucht Zunder, dann Spänne – so brennt auch das dickere Holz bis zum Schluss auch die mächtigsten Bäume Feuer fangen. Das passt auch zum Modell des Wissensnetzes. Aber Du hast völlig recht, Brennbares muss schon einmal aufgefüllt sein – im Hirn-Vakuum bleibt das Feuer kalt.